31 January 2026, 22:37

Selbstbestimmungsgesetz führt zu tausenden Änderungen des Geschlechtseintrags in Niedersachsen

Eine Europakarte mit verschiedenen Blautönen, die den Geschleichtergleichheitsindex für 2017 darstellen, mit der Überschrift "Gender Equality Index 2017 Power Overview" in fetter Schrift auf der linken Seite.

Selbstbestimmungsgesetz führt zu tausenden Änderungen des Geschlechtseintrags in Niedersachsen

Neue Zahlen zeigen einen stetigen Anstieg bei rechtlichen Änderungen des Geschlechtseintrags, seit in Deutschland das Selbstbestimmungsgesetz in Kraft getreten ist. Das Gesetz, das seit dem 1. November 2024 gilt, hat bundesweit zu tausenden Aktualisierungen geführt. Städte in Niedersachsen verzeichnen dabei unterschiedliche Zahlen – manche verzeichnen eine höhere Nachfrage als andere.

Wie das Statistische Bundesamt dokumentierte, gab es zwischen Januar und Oktober 2025 bundesweit rund 15.000 Änderungen des Geschlechtseintrags. In Niedersachsen führte Braunschweig mit 103 Anträgen im Jahr 2025 die Statistik an – die höchste Zahl in der Region. Es folgte Salzgitter mit 69 Änderungen, wobei der häufigste Fall die Umstellung von weiblich auf männlich war (insgesamt 34 Fälle).

Auch in anderen Städten war die Entwicklung bemerkenswert. Wolfsburg bearbeitete zwischen November 2024 und Dezember 2025 insgesamt 75 Änderungen, während Wolfenbüttel bis Ende Oktober 2025 auf 38 Anträge kam. In Peine wurden 16 Aktualisierungen registriert, davon 10 von weiblich auf männlich und 4 in die umgekehrte Richtung. Helmstedt verzeichnete 35 Änderungen, Goslar 33 – darunter 21 von weiblich auf männlich.

In einigen Regionen fielen die Zahlen geringer aus. Gifhorn zählte 2025 insgesamt 13 Anträge nach dem neuen Gesetz. Freiburg hingegen erlebte unmittelbar nach Inkrafttreten des Gesetzes einen deutlichen Anstieg: Allein in November und Dezember 2024 gab es 84 Änderungen, während es im gesamten Jahr 2025 insgesamt 85 waren.

Die Daten verdeutlichen einen klaren Trend bei den Anpassungen des Geschlechtseintrags seit Einführung des Gesetzes. Städte wie Braunschweig und Wolfsburg haben bereits hunderte Änderungen bearbeitet, während kleinere Regionen zwar weniger, aber dennoch bedeutende Zahlen melden. Das Gesetz erleichtert weiterhin den rechtlichen Prozess für alle, die ihren offiziellen Geschlechtseintrag ändern möchten.