Schneiderhandwerk und Schaustellerkultur sind jetzt deutsches Kulturerbe
Emilia NeumannSchneiderhandwerk und Schaustellerkultur sind jetzt deutsches Kulturerbe
Deutschland hat zwei neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Anerkennung unterstreicht die Bemühungen des Landes, sein kulturelles Erbe zu bewahren. Staatsminister für Kultur Wolfram Weimer und die Deutsche UNESCO-Kommission gaben die Neuaufnahmen gemeinsam bekannt.
Zu den jüngsten Ergänzungen zählen das handwerkliche Schneiderhandwerk für Herrenmode sowie die Schaustellerkultur auf Volksfesten. Beide wurden aufgrund ihrer tiefen Verwurzelung in der deutschen Tradition und ihrer fortwährenden Bedeutung ausgewählt.
Die Kultusministerkonferenz verwaltet die Liste, auf der bereits Traditionen wie die Ostseefischerei, das Straßenfußballspielen auf dem Bolzplatz und die Martinsumzüge im Rheinland verzeichnet sind. Diese Bräuche waren zuvor für ihren kulturellen Wert anerkannt worden.
Die neuen Eintragungen folgen einem Prüfverfahren, das darauf abzielt, das vielfältige Erbe Deutschlands zu schützen und zu fördern. Vertreter der Behörden betonten, wie wichtig es sei, diese Praktiken für kommende Generationen lebendig zu halten.
Mit den Neuzugängen umfasst die nationale Liste nun ein noch breiteres Spektrum an Bräuchen und Handwerkskünsten. Die Anerkennung sichert die weitere Unterstützung für ihren Erhalt. Sowohl das Schneiderhandwerk als auch die Schaustellerkultur werden künftig stärker als Teil der deutschen Identität gewürdigt.






