Sanimed plant riesigen Zukunfts-Campus in Ibbenbüren für 2026
Sanimed, ein führender Distributor für medizinische und rehabilitative Produkte, hat Pläne für einen neuen "Zukunfts-Campus" auf 16.000 Quadratmetern in Ibbenbüren vorgestellt. Das Vorhaben, dessen Bau 2026 beginnen soll, markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das seine Finanzen stabilisiert und im vergangenen Jahr eine entscheidende Restrukturierungsphase abgeschlossen hat.
Gegründet 1983, ist Sanimed seit langem ein zentraler Akteur im Homecare-Bereich. Das Unternehmen vertreibt Reha-Produkte, Wundversorgungsmaterial, enterale Ernährung, Rollstühle sowie Elektromobile. Im Laufe der Jahre wechselte die Eigentümerschaft mehrfach: 2001 übernahm die Hartmann Gruppe das Unternehmen, 2020 verkaufte es an Palero, bevor es 2021 von der Löwenstein Medical Group übernommen wurde.
Unter der Führung von Löwenstein expandierte Sanimed rasant in Europa. Der Jahresumsatz stieg um 15 bis 20 Prozent, wodurch sich das Unternehmen unter die fünf größten Distributoren für medizinische Reha- und Pflegeprodukte katapultierte. Mit der Erschließung neuer Märkte wie Frankreich und Italien festigte es bis 2025 seine Position weiter.
2024/2025 durchlief das Unternehmen jedoch eine schwere Krise, die eine umfassende Umstrukturierung erforderlich machte. Bis 2025 gelang es Sanimed, nach Jahren der Defizite einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Nun, mit konsolidierten Finanzen, rückt das Thema Wachstum und Effizienzsteigerung in den Fokus.
Der geplante Campus in Ibbenbüren wird Büroräume, ein Logistikzentrum und ein Flagship-Store vereinen. Die Löwenstein Gruppe strebt an, durch die Zentralisierung von Verwaltung und Logistik die Abläufe zu optimieren und die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmensbereichen zu stärken.
Der Baubeginn für den neuen Standort ist für 2026 vorgesehen und unterstreicht Sanimeds Erholung und Expansionskurs. Das Projekt spiegelt die gestärkte Marktposition des Unternehmens sowie sein Bestreben nach höherer operativer Effizienz wider. Nach Fertigstellung soll der Standort als zentraler Knotenpunkt für das europäische Vertriebsnetz dienen.