Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Bürokratie und hohen Kosten vor der Landtagswahl 2026
Emilia NeumannSachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Bürokratie und hohen Kosten vor der Landtagswahl 2026
Sachsen-Anhalts Wirtschaft steckt weiter in der Krise fest, so die Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung benannten Unternehmer hohe Kosten, steuerliche Belastungen und übermäßige Bürokratie als Haupthemmnisse für das Wachstum. Zudem wurde ein neues Positionspapier verabschiedet, das vor den Landtagswahlen 2026 Reformen vorantreiben soll.
Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung standen die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Region. IHK-Präsident Sascha Gläßer verwies auf stark gestiegene Energiepreise, höhere Lohnkosten, eine hohe Steuerlast und bürokratische Hürden als zentrale Probleme, die Unternehmen belasten. Zwar erkennen Bundespolitiker den Reformbedarf an, doch konkrete Lösungen ließen bislang auf sich warten, so Gläßer.
Die Versammlung stimmte offiziell den "IHK-Positionen für Sachsen-Anhalt 2026" zu, einem Dokument mit klaren Forderungen an die Landesregierung. Zu den Schwerpunkten zählen Reformen in der Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation und Außenhandel sowie der Abbau von Bürokratie, die Verbesserung der Energieversorgung und der Ausbau der Infrastruktur. Zudem diskutierten die Delegierten Rückmeldungen zur laufenden IHK-Kampagne, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen soll.
Mit Blick auf die Landtagswahlen 2026 will die IHK die politische Debatte mit Fachanalysen und praxisnahen Vorschlägen prägen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Erholung als zentrales Thema für Parteien und Wähler zu verankern.
Das Positionspapier bildet nun die Grundlage für den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik im Vorfeld der Wahl. Unternehmen in Sachsen-Anhalt kämpfen weiterhin mit hohen Betriebskosten und regulatorischen Belastungen – und warten auf spürbare Entlastungen. Die IHK-Vorschläge werden künftig als Maßstab für die Bewertung von Regierungsmaßnahmen zur Wirtschaftsreform dienen.






