Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und fehlerfreier machen
Emma BeckerRevolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und fehlerfreier machen
Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten, wie sie im Schiffbau eingesetzt werden. Ziel des Projekts ist es, eine schnellere und zuverlässigere Methode zum Fügen von Materialien mit einer Stärke von bis zu 30 Millimetern zu schaffen – und das ohne Rissbildung. Die Arbeit ist Teil der übergreifenden Initiative DIGIMAR, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.
Das Team setzt auf ein Mehrstrahl-Laserschweißverfahren mit maßgeschneiderter Strahlformung. Diese Einlagentechnik reduziert die Anzahl der benötigten Schweißlagen, spart Zeit und verringert den Einsatz von Zusatzwerkstoffen sowie Schutzgas.
Parallel zum Schweißprozess kommt ein "digitaler Zwilling" zum Einsatz, der den Vorgang in Echtzeit überwacht. Er erfasst wesentliche Schweißmerkmale und klassifiziert jede Naht sofort als "akzeptabel" oder "fehlerhaft". Zudem dokumentiert und nachverfolgt das System jeden Arbeitsschritt, was die Transparenz und Qualitätssicherung verbessert.
An dem Projekt sind Industriepartner wie die MEYER WERFT GmbH & Co. KG und die Laserline GmbH beteiligt. Sowohl das neue Schweißverfahren als auch die digitale Zwillingstechnologie sind für den künftigen Einsatz in industriellen Schiffbauanlagen konzipiert.
Der innovative Ansatz verspricht geringere Fehlerquoten, weniger Prüfaufwand und eine kostengünstigere Produktion. Langfristig könnte er Schweißprozesse in der maritimen Branche effizienter gestalten. Die Forschung ist Teil der laufenden DIGIMAR-Kooperation.






