"Rehné" lebt gefährlich nah an der Autobahn A7 – doch alle bleiben entspannt
Mila VoigtTierattraktion auf der A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - "Rehné" lebt gefährlich nah an der Autobahn A7 – doch alle bleiben entspannt
Ein einzelner Hirsch, von Anwohnern "Rehné" getauft, ist seit über zwei Jahren eine vertraute Erscheinung in der Nähe der Autobahn A7 bei Soltau. Das Tier, dessen Alter auf etwa drei Jahre geschätzt wird, hält sich regelmäßig in der Gegend auf – ohne bisher für Unfälle oder Behinderungen gesorgt zu haben. Doch nun ergreifen die Behörden vorsorgliche Maßnahmen, um das auch so zu belassen.
Erstmals wurde Rehné in der Nähe der Anschlussstelle Soltau-Süd in Richtung Hannover gesichtet. Mit der Zeit gewöhnte sich der Hirsch an den Lärm und das Kommen und Gehen der vorbeifahrenden Fahrzeuge. Normalerweise hält er sich abseits der Fahrbahn auf und zieht sich bei Störungen in das angrenzende Waldgebiet zurück. Anders als bei einem bekannten Vorfall im März 2024 – als ein entlaufener Zirkusstier auf derselben Autobahn erschossen werden musste – geht von Rehné bisher keine Gefahr für Autofahrer aus.
Fachleute haben eine Risikobewertung vorgenommen und die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle mit Beteiligung des Hirschs als gering eingestuft. Das Tier wurde noch nie bei der Partnersuche oder aggressivem Verhalten beobachtet. Dennoch handeln die Behörden mit der gebotenen Vorsicht.
In Kürze werden entlang der Autobahn neue Warnschilder aufgestellt, um Autofahrer auf Rehnés Anwesenheit aufmerksam zu machen. Die Polizei rät zudem, nicht abrupt zu bremsen oder anzuhalten, sollte der Hirsch gesichtet werden. Ziel ist es, riskante Ausweichmanöver zu vermeiden, die zu Kollisionen führen könnten.
Dass sich der Hirsch in der Nähe einer vielbefahrenen Autobahn aufhält, sorgt zwar für Aufsehen, doch bisher blieb es bei harmlosen Begegnungen. Mit den Warnschildern und der Aufforderung an die Autofahrer, wachsam zu bleiben, hoffen die Behörden, sowohl Rehné als auch die Verkehrsteilnehmer weiterhin zu schützen. Vorerst bleibt der Hirsch eine stille und einsame Gestalt am Rande der A7.






