Regionalverkehr in Deutschland: Drohen massive Streichungen ohne mehr Geld?
Emilia NeumannRegionalverkehr in Deutschland: Drohen massive Streichungen ohne mehr Geld?
Regionalverkehr in Deutschland drohen massive Kürzungen – ohne mehr Geld
Die regionalen Verkehrsleistungen in Deutschland stehen vor drastischen Einschränkungen, falls die Finanzierung nicht deutlich aufgestockt wird. Die Verkehrsministerkonferenz fordert zusätzliche Mittel, um Bus- und Bahnverbindungen aufrechterhalten zu können. Ohne weitere 14 Milliarden Euro bis 2031 warnen Behörden, dass zahlreiche Strecken komplett gestrichen werden könnten.
Aktuell erhalten die 16 Bundesländer jährlich rund 12 Milliarden Euro an Regionalisierungsmitteln, die um drei Prozent pro Jahr steigen. Doch Verkehrsexperten halten diese Mittel für unzureichend: Angesichts explodierender Kosten reiche das Budget nicht mehr aus, um das aktuelle Angebot zu sichern.
Verkehrsverbände und Aufgabenträger kritisieren seit Langem die ungenügende Finanzierung. In einer gemeinsamen Resolution prangerten die Minister die Bundesregierung an, sich nicht zu höheren Zuschüssen zu verpflichten. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ging auf die Finanzierungslücke jedoch nicht direkt ein und verwies lediglich auf den "zu engen Zeitrahmen" für eine Entscheidung.
Falls keine zusätzlichen Gelder fließen, müssen Zugverbindungen ausgedünnt oder ganz eingestellt werden. In ihrem Papier äußerten die Minister Frust über die Untätigkeit der Bundesregierung: Ohne Gegensteuer drohten Fahrgästen weniger Verbindungen und längere Wartezeiten.
Die Forderung nach 14 Milliarden Euro Extra-Mitteln soll flächendeckende Kürzungen verhindern. Kommt es nicht schnell zu einer Einigung, könnten Bus- und Bahnnetze in ganz Deutschland schrumpfen. Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob die Bundesregierung auf die Forderungen der Länder eingeht.






