10 April 2026, 20:14

Rapsglanzkäfer bedroht gute Rapsernte – wann Landwirte handeln müssen

Ausführliche Abbildungen verschiedener Bienenarten auf einer Buchseite, begleitet von beschreibendem Text über ihre Merkmale und Lebensräume.

Rapsglanzkäfer bedroht gute Rapsernte – wann Landwirte handeln müssen

Raps entwickelt sich in diesem Frühling in vielen Regionen gut

Die Winterrapsbestände wachsen in diesem Frühjahr in zahlreichen Anbauregionen gut. Die Pflanzen strecken sich, und die Hauptblütenstände sind bereits sichtbar. Doch die Landwirte sehen sich einer bekannten Bedrohung gegenüber: dem Rapsglanzkäfer.

Der Schädling kann erhebliche Schäden anrichten, wenn er nicht rechtzeitig bekämpft wird. Experten betonen jedoch, dass nicht jeder Befall sofortige Maßnahmen erfordert – entscheidend ist eine sorgfältige Überwachung, bevor über eine Behandlung entschieden wird.

Ob ein Insektizideinsatz notwendig ist, hängt von der Anzahl der Käfer pro Hauptknospe ab, nicht allein von den Fängen in Gelbschalen. Landwirte sollten mehrere Feldkontrollen durchführen und dabei Transekte abgehen, statt nur die Ränder oder besonders auffällige Pflanzen zu prüfen. Eine Behandlung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe zu finden sind.

Falls sowohl Rapsstängelrüssler als auch Rapsglanzkäfer bekämpft werden müssen, kann Trebon 30 EC eingesetzt werden – allerdings erst nach dem Ende der täglichen Bienenaktivität. Eine bienenfreundlichere Alternative bieten Tau-Fluvalinat-Produkte wie Mavrik Vita oder Evure, die selbst nach dem Entwicklungsstadium BBCH 59 angewendet werden dürfen.

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Zwischen BBCH 51 und 59 stehen zudem Acetamiprid-basierte Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri zur Verfügung. Allerdings ist das Mischen mit Netzmitteln nicht erlaubt. In vielen Fällen sind Insektizide jedoch überhaupt nicht nötig – das spart Kosten und schont Nützlinge.

Genau Feldbonituren helfen Landwirten, unnötige Spritzungen zu vermeiden. Durch die Einhaltung von Schadschwellen und die Auswahl der richtigen Mittel lässt sich Pflanzenschutz mit Umweltschutz verbinden. Dieser Ansatz senkt die Kosten und schützt gleichzeitig Bestäuber und natürliche Gegenspieler der Schädlinge.

Quelle