17 January 2026, 13:51

Radschnellweg zwischen Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter bleibt in der Warteschleife

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer Eisenbahnschiene, gefüllt mit detaillierten Diagrammen und Texten über den Bau einer Brücke.

Radschnellweg zwischen Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter bleibt in der Warteschleife

Pläne für eine schnelle Radschnellverbindung zwischen Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter verzögern sich immer wieder

Das seit Jahren in Planung befindliche Projekt für eine Radschnellroute zwischen den drei Städten hat auch Anfang 2026 noch keine endgültige Trassenführung. Die Verantwortlichen streben nun an, die Planung bis Ende des Jahres abzuschließen – entscheidend dafür sind jedoch noch ausstehende kommunale Zustimmungen.

Ursprünglich hatte der zuständige Regionalverband mit zügigeren Fortschritten gerechnet. Doch die Beauftragung eines Planungsbüros zog sich aufgrund angespannter Marktbedingungen und begrenzter Bundesfördermittel länger hin als erwartet. Erst im Oktober 2025 konnten die Arbeiten aufgenommen werden – später als vorgesehen.

Die Bürgerbeteiligung hat maßgeblich zur Gestaltung der Route beigetragen: Über 300 Vorschläge gingen während der Beteiligungsveranstaltungen ein – deutlich mehr als erwartet. Das Feedback half, die Optionen einzugrenzen; bis Mitte 2026 sollen vorläufige Ergebnisse die drei vielversprechendsten Varianten benennen. Die geplante Trasse folgt einem Y-förmigen Verlauf, der von Braunschweig aus nach Salzgitter und Wolfenbüttel abzweigt. Doch die Auswertung der Eingaben verzögert den Prozess. Der letzte offizielle Stand stammt aus dem August, viele Fragen sind noch offen.

Vor der Sommerpause sollen weitere öffentliche Veranstaltungen die Zwischenergebnisse diskutieren. Anschließend stimmen die kommunalen Gremien über die finale Streckenführung ab – eine Entscheidung wird bis Dezember 2026 erwartet.

Das Projekt befindet sich in einer kritischen Phase, denn die Trassenwahl steht noch aus. Bei einer Genehmigung könnte die Radschnellverbindung die Fahrradinfrastruktur in der Region deutlich verbessern. Bis dahin prüfen die Planer weiter die Optionen und wollen die Jahresendfrist einhalten.