Quizprofi ketten sich in Magdeburger Dom-Protest gegen Bundesintervention
Mila VoigtQuizprofi ketten sich in Magdeburger Dom-Protest gegen Bundesintervention
43-Jähriger Quizprofi ketten sich vor Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesintervention in Sachsen-Anhalt
Der 43-jährige Berufs-Quizkandidat Maik Sawatzke hat sich in einem ungewöhnlichen Protest vor dem Magdeburger Dom angekettet. Mit seiner Aktion wendet er sich gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt im Vorfeld der Landtagswahl. Bekleidet mit einem weißen Zwangsjacke, lässt er sich von seiner Partnerin Uta im Rahmen der Inszenierung mit Schokolade und Sekt füttern.
Sawatzkes Protest erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die rechtspopulistische AfD die anstehende Landtagswahl gewinnen könnte. Er argumentiert, dass Bundesrecht keine Landesentscheidungen überschreiben dürfe, da dies die Freiheiten in Sachsen-Anhalt einschränken könnte. Zu den Rechten, die er bewahrt sehen möchte, zählen unter anderem FKK-Sonnenbaden und der Schutz vor Zwangsehen.
Das Paar, das rein zufällig denselben Nachnamen trägt, ist nicht verheiratet. Uta bezeichnet sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ und steht hinter dem Protest. Sawatzke erwähnte zudem einen kürzlichen Einbruch in seine Wohnung, während er für eine Quizshow im Homeoffice arbeitete.
Bekannt für seinen exzentrischen Aktivismus, arbeitet Sawatzke gelegentlich als Mietdemonstrant. Diesmal verbindet seine Aktion politische Botschaften mit persönlichen Eigenheiten – von der Zwangsjacke bis hin zur Fütterung durch seine Partnerin.
Der Protest unterstreicht die Spannungen zwischen Bundes- und Landeskompetenzen in Sachsen-Anhalt. Sawatzkes Vorgehen lenkt die Aufmerksamkeit auf Bedenken gegenüber der AfD-Politik und möglichen Einschränkungen persönlicher Freiheiten. Das Wahlergebnis wird zeigen, ob seine Ängste – und seine ungewöhnlichen Methoden – an Bedeutung gewinnen.






