16 January 2026, 15:00

Proteste in Berlin eskalieren nach Antifa-Prozess in Ungarn

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem großen Banner mit der Aufschrift "Klima-Protest in Berlin", sie halten Schilder und Fahnen, im Hintergrund ist Rauch zu sehen und am Himmel Wolken

Drei Festnahmen bei 'Free Maja'-Demonstration in Berlin - Proteste in Berlin eskalieren nach Antifa-Prozess in Ungarn

Ein Prozess in Ungarn hat internationale Aufmerksamkeit erregt: Die angeklagte Maja T. und weitere mutmaßliche Antifa-Aktivist:innen müssen sich wegen gewalttätiger Vorfälle in Budapest verantworten. Der hochgesicherte Gerichtssaal war bei Prozessbeginn bis auf den letzten Platz besetzt – das öffentliche Interesse ist groß. Unterdessen kam es in Berlin zu Protesten gegen die Inhaftierung, die in Auseinandersetzungen und Festnahmen mündeten.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Angriffe, die im Februar 2023 in Budapest verübt worden sein sollen. Maja T., die im Sommer 2024 nach Ungarn ausgeliefert wurde, steht gemeinsam mit anderen Aktivist:innen vor Gericht. Die Verhandlung, die im Januar 2026 begann, soll am 22. Januar ein Urteil bringen.

In Berlin versammelten sich rund 130 Demonstrant:innen, um gegen Maja T.s Haft und den ungarischen Prozess zu protestieren. Die Kundgebung eskalierte, wobei die Behörden zwei Fälle schwerer Körperverletzung und einen Angriff auf Vollstreckungsbeamte verzeichneten. Drei Personen wurden von der Berliner Polizei vorläufig festgenommen. Die ungarische Staatsanwaltschaft wirft den Aktivist:innen vor, in gewaltsame Auseinandersetzungen verwickelt gewesen zu sein. Der bis auf den letzten Platz gefüllte Gerichtssaal spiegelt die Brisanz des Falls wider – sowohl in Ungarn als auch international löst er starke Reaktionen aus.

Die Verhandlung dauert an; das Urteil wird noch in diesem Monat erwartet. Die Ermittlungen zu den Vorfällen bei den Berliner Protesten laufen derweil weiter. Das Ergebnis des ungarischen Prozesses könnte weitere juristische Schritte und öffentliche Reaktionen nach sich ziehen.