29 April 2026, 10:44

Polizei schlägt gegen rücksichtslose Raser und Tuner in Rhein-Main zu

Weißes Polizeiauto mit 'Polizei'-Aufschrift auf einer Straße vor der Stadt, umgeben von Verkehr, Gras und Bäumen auf beiden Seiten.

Polizei schlägt gegen rücksichtslose Raser und Tuner in Rhein-Main zu

Spezialeinheit geht gegen gefährliche und rücksichtslose Autofahrer in Hanau, Ronneburg und Offenbach vor

Eine spezialisierte Polizeieinheit hat am Wochenende in Hanau, Ronneburg und Offenbach gegen gefährliches und asoziales Fahrverhalten durchgegriffen. Das "TRuP"-Team, das sich auf Tuner, Rennfahrer und rücksichtslose Kraftfahrer konzentriert, nahm mehrere Personen fest und verhängte hohe Strafen wegen Rasens, Lärmbelästigung und öffentlicher Ruhe­störung.

Mehrere Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, die Fahrer müssen nun mit Bußgeldern, Fahrverboten und sogar strafrechtlichen Ermittlungen rechnen.

Die Aktion begann in Offenbach, wo ein Opel Astra OPC wegen eines extrem lauten Auspuffs angehalten wurde. Das Fahrzeug war bereits zuvor wegen ähnlicher Verstöße sichergestellt worden und wurde nun erneut beschlagnahmt. Die Behörden bestätigten, dass es sowohl gegen Lärmvorschriften als auch gegen die Verkehrssicherheitsbestimmungen verstieß.

In Ronneburg wurde ein getunter VW Käfer wegen übermäßigen Lärms und technischer Mängel kontrolliert. Der 18-jährige Fahrer, der bereits wegen Lärmvergehen auffällig geworden war, muss nun mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro rechnen. Unterdessen wurde in Hanau ein Ford Focus beim Rasen und beim Drehen von "Donuts" auf einem Parkplatz erwischt – dabei wäre fast ein abgestelltes Fahrzeug gerammt worden. Der 29-jährige Fahrer fuhr ohne Führerschein, stand unter Cannabiseinfluss und hatte über 2.100 Euro an offenen Bußgeldern und Haftbefehlen gegen sich. Auch der Halter des Wagens, der ihn dem Mann überlassen hatte, wird nun wegen Überlassung an einen Fahrer ohne Führerschein ermittelt.

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Am Sonntagmittag fuhr ein VW Polo in Hanau bei Rot über die Ampel – mit weniger als einer Sekunde Restzeit. Der 50-jährige Fahrer erhielt ein Bußgeld von 90 Euro. Ein folgender Audi A6 missachtete ebenfalls die rote Ampel und wurde mit 200 Euro Strafe sowie einem einmonatigen Fahrverbot belegt. An anderer Stelle wurde ein BMW M4 Competition auf der Bundesstraße 448 mit 205 km/h geblitzt – weit über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Der 24-jährige Fahrer muss mindestens 600 Euro zahlen, erhielt zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot.

Die Beamten gingen auch gegen asoziales Verhalten vor: Ein Mann wurde dabei erwischt, wie er auf ein geparktes Auto urinierte – daraufhin wurde seine sechsköpfige Gruppe mit einem Betretungsverbot für das Gebiet Kinzigbogen belegt.

Die "TRuP"-Einheit, die als Reaktion auf Bürgerbeschwerden gegründet wurde, hat zum Ziel, die Verkehrssicherheit durch gezielte Kontrollen von Hochrisikofahrern und illegalen Fahrzeugumbauten zu erhöhen.

Bei der Wochenendaktion wurden zahlreiche Bußgelder verhängt, Fahrverbote ausgesprochen und Fahrzeuge beschlagnahmt. Mehrere Fahrer müssen mit weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen, darunter strafrechtliche Ermittlungen. Die Polizei betonte erneut ihr Engagement, Verkehrsregeln durchzusetzen und die öffentliche Belästigung durch rücksichtslose Autofahrer zu unterbinden.

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