Philippi fordert dringende Reform der veralteten Ärztegebührenordnung
Emma BeckerPhilippi fordert dringende Reform der veralteten Ärztegebührenordnung
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi fordert dringende Reform der Ärztegebührenordnung
Die aktuelle Gebührenordnung für privatärztliche Leistungen in Deutschland ist veraltet und bedarf nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi einer schnellen Reform. Philippi setzt sich für zügige Änderungen an der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ein, die die Abrechnung zwischen Privatärzten und ihren Patienten regelt. Seine Argumentation: Die bestehenden Vorschriften spiegeln die moderne medizinische Praxis nicht mehr wider und schaffen unnötige Hürden – sowohl für Ärzte als auch für Patientinnen und Patienten.
Die GOÄ legt fest, welche Honorare privatärztlich tätige Mediziner für Behandlungen berechnen dürfen. Minister Philippi betonte, dass das System den Anschluss verloren habe, da es innovative Behandlungsmethoden nicht ausreichend berücksichtige. Die Folge: Ärzte greifen häufig auf veraltete oder unklare Abrechnungscodes zurück, was zu Inkonsistenzen und Streitigkeiten führt.
Philippi drängt den Bund, noch vor Jahresende einen Reformvorschlag vorzulegen. Zentrale Punkte sollten eine Anpassung der Gebührenstrukturen an den aktuellen medizinischen Standard sowie eine Vereinfachung der Abrechnung zusätzlicher Leistungen sein. Auch die Einführung digitaler Rechnungsstellung und schlankerer Verwaltungsprozesse stehen weit oben auf der Agenda. Niedersachsen hat zugesagt, sich aktiv in die Gestaltung der neuen Regelungen einzubringen. Das Land will die Diskussionen konstruktiv begleiten, um sicherzustellen, dass die überarbeitete GOÄ sowohl Ärzte als auch privatversicherte Patienten besser unterstützt.
Eine Reform würde die GOÄ an die heutige medizinische Realität anpassen und die Abhängigkeit von unzuverlässigen Abrechnungscodes verringern. Ein modernisiertes System könnte zudem den Verwaltungsaufwand für Privatärzte verringern. Die nächsten Schritte hängen nun vom Bund ab – Niedersachsen steht bereit, den Prozess zu unterstützen.