18 April 2026, 06:16

Peter Pilz provoziert mit neuem Buch über Pilnacek-Tod und fordert Ermittlungen

Papier mit Abbildungen von Menschen und handgeschriebenem Text, der öffentliche Meinungen zu rechtlichen Verfahren zusammenfasst.

Peter Pilz provoziert mit neuem Buch über Pilnacek-Tod und fordert Ermittlungen

Peter Pilz hat ein zweites Buch mit dem Titel "Spuren im Schlamm" veröffentlicht, das sich mit dem Tod von Christian Pilnacek befasst. Die Buchpräsentation zog politische Persönlichkeiten an und zeigte eine treue Anhängerschaft – trotz der juristischen Auseinandersetzungen um seine erste Veröffentlichung. Pilz nutzte die Gelegenheit, um die Behörden zu kritisieren und weitere Ermittlungen zu fordern.

Die Vorstellung des Buches fand in einer Veranstaltung statt, die von Michael Nikbakhsh ausgerichtet wurde. Zu den Gästen zählten der ehemalige Vizekanzler Werner Kogler sowie die Klubobleute Kai Jan Krainer, Sophie Wotschke und Nina Tomaselli. Die Zusammenkunft unterstrich Pilz' anhaltenden Einfluss, obwohl ein Gericht die Beschlagnahmung seines früheren Buches wegen übler Nachrede angeordnet hatte.

In seinem neuen Werk wirft Pilz der Staatsanwaltschaft Wien und ihrem Leiter, Johann Fuchs, Fehlverhalten vor. Er fordert eine offizielle Untersuchung ihrer Vorgehensweise im Fall Pilnacek. Das Buch regt zudem eine Wiedereröffnung der Ermittlungen an und schlägt eine 3D-Rekonstruktion vor, um die genaue Todesursache zu klären.

Während der Veranstaltung umging Pilz ein gerichtliches Verbot, indem er ein Video zeigte, in dem Andreas Hanger Christian Pilnaceks ehemalige Freundin Karin Wurm als seine "Lebenspartnerin" bezeichnete. Nur wenige Stunden später wurde Pilz vom Staatsschutz- und Extremismusbekämpfungsamt vorgeladen – der Vorwurf: Beleidigung einer Behörde.

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Der Autor kritisierte zudem österreichische Medien, weil sie Themen wie die Geschäfte der Raiffeisen Bank nicht ausreichend aufarbeiten würden. Er behauptet, wiederholt ohne formelle Anklage ermittelt worden zu sein, und spricht von einer "Verfolgung von Whistleblowern". Pilz argumentiert, die Behörden hätten ihn ohne stichhaltige Begründung oder ordentliche Befragung ins Visier genommen.

Die Buchpräsentation festigte Pilz' Position unter seinen Unterstützern, trotz der rechtlichen Rückschläge. Seine Forderungen nach einer erneuten Untersuchung und seine Kritik an den Staatsanwälten haben die Bühne für weitere Debatten bereitet. Der Fall bleibt Gegenstand öffentlicher und juristischer Diskussionen, während Pilz weiterhin auf Aufklärung und Verantwortung pocht.

Quelle