01 February 2026, 16:40

Peine kämpft mit über 40 Millionen Euro Schulden – und die Summe wächst weiter

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Stadt mit Schutt, darunter Bäume, Masten und Gebäude, mit Text unten.

Peine kämpft mit über 40 Millionen Euro Schulden – und die Summe wächst weiter

Die Stadt Peine steht vor einer wachsenden finanziellen Belastung, da die unbeglichenen Schulden weiter ansteigen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die ausstehenden Forderungen stark gestiegen sind und allein bei den uneinbringlichen Ansprüchen fast 5 Millionen Euro erreichen. Dieser Anstieg verschärft den langjährigen Trend steigender Rückstände und setzt den Haushalt sowie die städtischen Abläufe unter Druck.

Zwischen 2020 und 2025 stiegen Peines Gesamtverbindlichkeiten von etwa 25 Millionen Euro auf über 40 Millionen Euro an. Die jährlichen Wachstumsraten blieben hoch und lagen im Durchschnitt bei 8–12 Prozent pro Jahr – mit den stärksten Zuwächsen in den Jahren 2021–2022 (12 Prozent) und 2024–2025 (11 Prozent). Der Großteil dieser Rückstände entfällt auf unbeglichene kommunale Abgaben, insbesondere Grundsteuern und Abwassergebühren, die etwa 45 Prozent der Gesamtsumme ausmachen. Sozialleistungs-Schulden, darunter ausstehende Bürgergeld-Beträge, machen weitere 30 Prozent aus, während Bußgelder, Parkgebühren und Verwaltungsstrafen etwa 15 Prozent beitragen.

Die neuesten Daten zeigen, dass allein die uneinbringliche Gewerbesteuer 2,8 Millionen Euro beträgt – die größte Einzelposition unter den Schulden. Bei Bußgeldern und zivilrechtlichen Forderungen drohen zusätzliche Risiken, da viele aufgrund gesetzlicher Verjährungsfristen bald verfallen. Stand April 2025 beliefen sich die ausstehenden Forderungen auf 4,72 Millionen Euro, doch diese Summe ist innerhalb weniger Monate um fast 200.000 Euro gestiegen.

Weitere erhebliche Rückstände umfassen 1,6 Millionen Euro an unbeglichenen Bußgeldern und Verwaltungsgebühren, 260.000 Euro an ausstehenden Unterbringungskosten sowie 185.000 Euro an überfälligen Grundsteuern. Zwar ist der Anstieg der Drittschulden im Vergleich zu den Vorjahren moderat ausgefallen, doch der anhaltende Zuwachs der Rückstände bleibt eine Herausforderung für die städtische Finanzplanung.

Die ausstehenden Forderungen Peines übersteigen mittlerweile 40 Millionen Euro, wobei Gewerbesteuern und kommunale Abgaben den größten Anteil ausmachen. Das stetige Wachstum der Rückstände in Kombination mit dem Risiko verjährender Ansprüche stellt die Stadtkasse weiterhin vor Probleme. Die Verantwortlichen müssen diese Haushaltslücken angehen, um eine weitere Belastung der öffentlichen Finanzen zu verhindern.