11 June 2026, 08:12

Österreichs Kultursektor steht vor Budgetkürzungen bis 2027

Stabile Finanzierung bedeutet 'einen echten Schnitt' für die Kultur

Österreichs Kultursektor steht vor Budgetkürzungen bis 2027

Österreichs Kunst- und Kulturbereich muss mit Budgetkürzungen rechnen

In den kommenden Jahren wird der Kunst- und Kultursektor in Österreich mit Kürzungen konfrontiert. Vizekanzler Andreas Babler bestätigte zwar, dass tiefgreifendere Einschnitte abgewendet werden konnten, doch das Budget wird dennoch um 3,3 Prozent sinken. Betroffen sind Museen, Theater, die Filmbranche sowie der Denkmalschutz.

Das Gesamtbudget für Kunst und Kultur wird bis 2027 auf 608,7 Millionen Euro schrumpfen – ein Rückgang um 21,1 Millionen Euro im Vergleich zum aktuellen Stand.

Die Bundesmuseen erhalten 2027 und 2028 jeweils 151,2 Millionen Euro, nach bisher 157,2 Millionen. Die Bundestheater hingegen bleiben mit 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre stabil finanziert. Die Mittel für Kunst und Kultur werden von 194,6 Millionen auf 181 Millionen Euro gekürzt, was einem Minus von 13,6 Millionen entspricht.

Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) erhält 2027 und 2028 jährlich 37 Millionen Euro – zwei Millionen weniger als in diesem Jahr. Das Kulturministerium betonte, dass diese Stabilisierung noch vor Einführung einer Streamingabgabe erfolgt. Auch der Denkmalschutz muss leichte Kürzungen hinnehmen: Hier sinkt das Budget von 55 Millionen auf 54 Millionen Euro.

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Die Anpassungen führen dazu, dass die meisten Bereiche weniger Geld erhalten, einige zentrale Budgets jedoch unverändert bleiben. Während die Bundestheater ihre aktuelle Förderung behalten, müssen die Film- und Denkmalschutzbranche moderate Einschnitte verkraften. Die Regierung stellt die Änderungen als Maßnahme dar, um tiefere Kürzungen zu vermeiden.

Quelle