19 March 2026, 14:21

Osnabrücks Wälder werden klimafit – für Artenvielfalt und Erholung

Ein Plakat mit einer Illustration eines grünen Baumes mit der fetten Überschrift "Forstgarten" darüber.

Osnabrücks Wälder werden klimafit – für Artenvielfalt und Erholung

Osnabrücks Wälder durchlaufen behutsame Veränderungen, um die biologische Vielfalt zu fördern und die Klimaresilienz zu stärken. Die Untere Naturschutzbehörde und das Forstamt der Stadt Osnabrück arbeiten dabei eng mit den Stadtwerken Osnabrück zusammen und bewirtschaften eine Fläche von 220,1 Hektar – das entspricht etwa der Größe von 314 Fußballfeldern. Ziel ist es, einen Wald zu schaffen, der Lebensraum für Wildtiere bietet, Kohlenstoff speichert, Holz produziert und gleichzeitig als grüne Oase für die Naherholung erhalten bleibt.

Im Fokus stehen heimische Baumarten wie Stiel-Eiche, Buche, Vogel-Kirsche und Ahorn, während nicht-heimische Arten wie Roteiche und Fichte schrittweise entfernt werden.

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Im Zentrum dieser Umgestaltung steht der Natruper Holz. Hier konzentrieren sich die Bemühungen darauf, einen klimatoleranten Mischlaubwald zu entwickeln, der Umweltveränderungen standhält. Bereits jetzt machen Laubbäume 88 Prozent der Fläche aus, doch die Buche breitet sich rasant aus – was das Wachstum der Eichen erschwert. Da Eichen mehr Insektenarten beherbergen als jeder andere heimische Baum, hat ihr Erhalt höchste Priorität.

Je nach Waldabschnitt kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz: In älteren Beständen werden gezielt Bäume entnommen, während in Mischwäldern gezielte Eingriffe erfolgen, um standortgerechte Laubbaumarten zu fördern. Habitatbäume und Totholz bleiben erhalten, um die ökologische Vielfalt zu sichern. Zudem wird der Wasserrückhalt verbessert – durch Mulden, Gräben und kontrollierte Überflutungszonen, die sicherstellen, dass die Bäume auch in Trockenphasen ausreichend Feuchtigkeit erhalten.

Um die Veränderungen zu steuern, beginnen im Frühjahr Markierungsarbeiten an den Bäumen: Blaue Markierungen kennzeichnen "Zukunftsbäume", weiße zeigen Wegpunkte und Grenzen an, und rote Markierungen signalisieren Bäume, die entnommen werden sollen. Die Strategie begünstigt heimische Altbäume mit ausladenden Kronen und einer gestuften Altersstruktur, um die natürliche Verjüngung zu fördern.

Das Projekt zielt darauf ab, einen widerstandsfähigen, artenreichen Wald zu schaffen, der ökologische Gesundheit mit öffentlicher Nutzung in Einklang bringt. Durch die Priorisierung heimischer Arten und ein angepasstes Management werden Osnabrücks Wälder auf künftige Klimaherausforderungen vorbereitet. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass das Gebiet auch in den kommenden Jahren als Lebensraum, CO₂-Speicher und Erholungsfläche dient.

Quelle