Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber Gewalt bleibt besorgniserregend
Mila VoigtOsnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber Gewalt bleibt besorgniserregend
Kriminalität in Osnabrück leicht rückläufig – aber Gewalt bleibt Problem
Im Jahr 2025 ging die Kriminalität in Osnabrück leicht zurück: Die Polizei registrierte 81.539 Straftaten – ein Minus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses allgemeinen Rückgangs bleibt Gewaltkriminalität ein drängendes Problem und macht fast 18 Prozent aller Delikte aus. Die Behörden bewerten die Sicherheitslage in der Region zwar als stabil, verweisen aber auf anhaltende Herausforderungen in bestimmten Bereichen.
Besonders auffällig ist die Gewaltkriminalität: 2025 wurden 14.568 Straftaten erfasst, davon fast 10.000 Körperverletzungen. Messerdelikte stiegen auf 438 Fälle an – meist handelte es sich dabei um Bedrohungen, nicht um tatsächliche Angriffe. Zudem erschütterten zwei mutmaßliche Tötungsdelikte in häuslichem Umfeld die Gemeinschaft.
Die Zahlen zu häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Fällen auf hohem Niveau und zeigen keine nennenswerte Veränderung gegenüber den Vorjahren. Gleichzeitig stellt die Verbreitung pornografischen Materials über Messengerdienste und soziale Medien weiterhin ein Problem dar: Hier wurden 867 Straftaten registriert.
Bei der Jugendkriminalität zeichneten sich 2025 Verschiebungen ab: Während die Zahl der tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren stieg, ging die Kriminalität unter Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren zurück. Insgesamt sank die Zahl der von jungen Menschen begangenen Straftaten leicht auf 5.868 Fälle.
Langfristig betrachtet zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Seit 2005 wurden 23.000 weniger Straftaten gemeldet. Die Behörden betonen, dass die Sicherheitslage in der Region trotz einzelner Brennpunkte solide bleibt und sich weiter verbessert.
Die Bilanz für 2025 fällt gemischt aus: Zwar sank die Gesamtkriminalität, und der langfristige Trend weist auf weniger Straftaten hin. Doch Gewaltdelikte – insbesondere häusliche Gewalt und Messerbedrohungen – bleiben auf besorgniserregend hohem Niveau. Die Polizei beobachtet weiterhin die Entwicklung bei Jugendkriminalität und Digitaldelikten als zentrale Handlungsfelder.






