06 May 2026, 04:44

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und unentschlossen

Detailierte Wandkarte der iranisch-sowjetischen Grenze, die Länder, Grenzen, geografische Merkmale und zusätzliche Textinformationen zeigt.

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und unentschlossen

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er warf Außenminister Johann Wadephul vor, in einer sich seiner Meinung nach verschärfenden Lage nicht entschlossen genug zu handeln.

Nouripour verwies auf die eskalierenden Spannungen in der Straße von Hormus, wo der Iran zivile Frachtschiffe angegriffen habe. Die Angriffe nannte er inakzeptabel und warnte, dass es im aktuellen Konflikt keine echte Waffenruhe gebe.

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Laut Nouripour habe sich Deutschland in eine passive Rolle begeben und reagiere lediglich auf Ereignisse, statt selbst politische Akzente zu setzen. Er forderte, dass europäische Staaten, die direkt von den iranischen Aktionen bedroht seien, eigene diplomatische Initiativen ergreifen müssten.

Der Grünen-Politiker behauptete zudem, das iranische Regime glaube mittlerweile, die stärkere Verhandlungsposition innezuhaben. Nach den jüngsten Druckversuchen wirke Teheran gestärkt und versuche, in Verhandlungen eigene Bedingungen durchzusetzen, so Nouripour.

Seine Äußerungen deuten auf wachsende Unzufriedenheit mit der Berliner Iran-Strategie hin. Der Appell für europäisch geführte Verhandlungen spiegelt die Sorgen über die wahrgenommene Untätigkeit Deutschlands wider. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt ein zentraler Krisenherd.

Quelle