09 January 2026, 20:30

Notzeit in Aurich: Jagdverbot und Fütterungsregeln schützen Wildtiere vor Kälte und Schnee

Schneebedeckte Bäume mit Schneefall im Hintergrund.

Jäger werden zur Einstellung der Jagd im Landkreis Leer aufgefordert - Notzeit in Aurich: Jagdverbot und Fütterungsregeln schützen Wildtiere vor Kälte und Schnee

Strenge Winterbedingungen veranlassen Behörden in Niedersachsen zu dringenden Maßnahmen zum Schutz wildlebender Tiere

Im Landkreis Leer wurden Jäger aufgefordert, ihre Aktivitäten vorläufig einzustellen, während der Landkreis Aurich eine offizielle Notzeit ausgerufen hat, um unnötige Störungen für Tiere zu vermeiden, die unter Kälte und Schnee leiden.

Der Landkreis Aurich hat während dieser Notphase ein generelles Jagdverbot verhängt. Die Maßnahme soll den Stress für Wildtiere verringern, die bereits durch frostige Temperaturen und starken Schneefall geschwächt sind. Nach deutschem Recht ist nun eine Notfütterung erlaubt – allerdings nur unter strengen Auflagen.

Örtliche Jagdgenossenschaften und Pächter tragen in solchen Krisen in der Regel die Verantwortung für die Fütterung. Sie müssen dabei die Vorgaben der Untersten Jagd- bzw. Naturschutzbehörde einhalten, um sicherzustellen, dass das Futter artgerecht ist und so verteilt wird, dass sich die Tiere nicht an den Menschen gewöhnen oder Lebensräume beschädigt werden. Ziel ist es, Verhungern zu verhindern, ohne empfindliche Ökosysteme zu gefährden.

Unterdessen wurden im Landkreis Leer Hundehalter dazu aufgerufen, ihre Tiere unter Kontrolle zu halten. Frei laufende Hunde könnten Wildtiere oder Gänse aufscheuchen und sie zwingen, wertvolle Energie zu verbrauchen. Wildtierexperten betonen, dass Störungen in dieser Phase besonders schädlich sein können, da die Tiere auf ihre Energiereserven angewiesen sind, um die extremen Wetterbedingungen zu überstehen.

Die Notfallmaßnahmen bleiben so lange in Kraft, bis sich die Lage bessert. Jäger, Naturschützer und Haustierbesitzer müssen die Auflagen einhalten, um gefährdete Wildtiere zu schützen. Die Behörden beobachten die Situation weiterhin genau.