07 June 2026, 18:13

NKR fordert vereinfachte Baustandards gegen explodierende Baukosten

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

NKR fordert vereinfachte Baustandards gegen explodierende Baukosten

Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands drängt auf vereinfachte Baustandards, um die steigenden Baukosten in den Griff zu bekommen. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung im Rahmen des Gebäudetyp-E-Gesetzes neue Regelungen vorbereitet, die den Druck auf dem angespannten Wohnungsmarkt lindern sollen.

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NKR-Präsident Lutz Goebel argumentiert, dass hohe Standards oft mehr Mut erfordern als einfache und bezahlbare Lösungen. Der Rat schlägt nun vor, auf DIN-zertifizierte Verfahren zu verzichten, die maßgeblich zu den explodierenden Kosten beigetragen haben. Stattdessen wird ein gestuftes System mit drei Optionen vorgeschlagen: Basis-, Mittelklasse- oder Premium-Ausführung.

Laut dem Plan soll der „Basisausführungsstandard“ künftig als Regelstandard für Neubauten gelten. Abweichungen wären nur zulässig, wenn sie höheren Qualitätsanforderungen entsprechen. Zudem empfiehlt der NKR, technische Vorgaben für Wohnprojekte zu lockern, um die Kosten weiter zu senken.

Unterdessen haben Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig bereits die zentralen Punkte für den Gebäudetyp-E-Vertrag skizziert. Das Bundesjustizministerium wird voraussichtlich in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das neue Regelwerk vorlegen.

Die Vorschläge des NKR zielen darauf ab, Bauvorschriften zu straffen, ohne dabei die Flexibilität für höhere Standards einzuschränken. Falls umgesetzt, könnten die Änderungen die Kosten reduzieren und den Wohnungsbau beschleunigen. Die nächsten Schritte der Regierung hängen nun vom anstehenden Entwurf ab.

Quelle