20 March 2026, 20:27

Niedersachsens Schulen im Wandel: Experten fordern mehr Freiheit und digitale Kompetenzen

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichem Text.

Niedersachsens Schulen im Wandel: Experten fordern mehr Freiheit und digitale Kompetenzen

Bildungskonferenz in Niedersachsen: Experten gestalten die Zukunft der Schulen in der Region

Eine kürzlich abgehaltene Bildungskonferenz in Niedersachsen brachte führende Expertinnen und Experten zusammen, um die Zukunft des Schulwesens im Land mitzugestalten. Die Veranstaltung, die Teil des "Niedersachsen-Plans" war, zählte unter anderem Beiträge von Silke Müller, der Digitalbotschafterin des Landes, und Olaf Köller, dem Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation in den Naturwissenschaften und der Mathematik. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Verbesserung von Qualität, Leistung und digitalem Lernen an Schulen und Hochschulen.

In den vergangenen fünf Jahren hat Niedersachsen mit seiner Digitalstrategie für den Bildungsbereich deutliche Fortschritte erzielt. Seit 2021 verfügen mittlerweile über 90 Prozent der Schulen über Hochgeschwindigkeits-Internet mit mindestens 1 Gbit/s. Das Land hat zudem 150.000 Laptops und Tablets an Schülerinnen, Schüler sowie Lehrkräfte verteilt und die zentrale Lernplattform "NiedersachsenLernen" eingeführt. Diese Maßnahmen folgten Investitionen des Bildungsministeriums in Höhe von rund 500 Millionen Euro.

Auf der Konferenz übt der Bildungsminister Grant Hendrik Tonne scharfe Kritik am aktuellen Reformprozess, den er als chaotisch bezeichnete. Er forderte weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in die Schulen und kommunalen Träger vor Ort. Zu seinen Vorschlägen gehörten eine verlässliche Finanzierung der Hochschulen sowie eine langfristige Strategie für digitale Kompetenzen – die über die bloße Ausstattung mit Geräten hinausgeht.

Die teilnehmenden Fachleute benannten drei zentrale Prioritäten für die Reformen: stabile Rahmenbedingungen, mehr Eigenverantwortung für die Schulen und eine stärkere Fokussierung auf Leistung und Qualität. Die Ergebnisse der Diskussionen fließen nun in die Finalisierung des Bildungskapitels im "Niedersachsen-Plan" ein, der im Oktober verabschiedet werden soll.

Die Konferenz zeigte sowohl die erreichten Erfolge als auch die weiterhin bestehenden Herausforderungen im niedersächsischen Bildungssystem auf. Als nächste Schritte stehen die Feinabstimmung der politischen Maßnahmen auf Basis der Expertenempfehlungen an, bevor der Plan verabschiedet wird. Schulen und Hochschulen können in den kommenden Jahren mit klareren Vorgaben, besseren Ressourcen und einer stärkeren Betonung digitaler Kompetenzen rechnen.

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