Niedersachsens Industrie zeigt im April 2026 Licht und Schatten bei der Nachfrage
Leni SchröderNiedersachsens Industrie zeigt im April 2026 Licht und Schatten bei der Nachfrage
Industrietätigkeit in Niedersachsen zeigt im April 2026 gemischte Trends
Die industrielle Aktivität in Niedersachsen präsentierte sich im April 2026 mit uneinheitlicher Entwicklung. Zwar stieg die Gesamtnachfrage nach Industriegütern im Vergleich zum Vorjahresmonat, doch im Vergleich zum März verzeichnete sie einen deutlichen Rückgang. Die Zahlen spiegeln gegenläufige Entwicklungen auf den Inlands- und Auslandsmärkten sowie in den verschiedenen Branchen wider.
Die Gesamtnachfrage nach Industrieerzeugnissen in Niedersachsen erhöhte sich im April 2026 gegenüber April 2025 um 11 Prozent. Die Inlandsaufträge legten im gleichen Zeitraum um 6 Prozent zu, während die Auslandsnachfrage sogar um 16 Prozent anstieg. Auch preisbereinigt lagen die Bestellungen deutlich über den Werten von April 2025.
Einige Branchen verzeichneten besonders starke Zuwächse. Die chemische Industrie erzielte mit einem Plus von 23 Prozent im Jahresvergleich das größte Wachstum. Es folgten Metallwaren mit einem Anstieg von 18 Prozent sowie der Automobilsektor mit einem Zuwachs von 8 Prozent.
Das Monatsbild fällt jedoch weniger positiv aus: Die Gesamtnachfrage sank von März auf April 2026 um 11 Prozent. Die Inlandsaufträge gingen im selben Zeitraum um 7 Prozent zurück, die Auslandsbestellungen sogar um 15 Prozent.
Die Daten zeigen trotz des kurzfristigen Rückgangs ein kräftiges Jahreswachstum in mehreren Schlüsselsektoren. Besonders die chemische Industrie legte zu, aber auch die Bestellungen in der Metallverarbeitung und im Automobilbereich stiegen. Dennoch deutet der deutliche monatliche Rückgang bei der Inlands- und Auslandsnachfrage auf eine erhöhte Volatilität am industriellen Markt der Region hin.






