14 January 2026, 23:59

Niedersachsens Baumschulen schwinden – doch das Ammerland hält stand

Ein Buchumschlag mit einem von B√§umen und Pflanzen umgebenen Haus, mit dem Text "Hedge Lawn Nurseries, Incorporated, Roanoke, Virginia" unten.

Niedersachsens Baumschulen schwinden – doch das Ammerland hält stand

Niedersachsens Baumschulbranche schrumpft seit vier Jahren

In Niedersachsen ist die Baumschulwirtschaft in den vergangenen vier Jahren deutlich kleiner geworden. 2025 gibt es noch 346 Betriebe, die zusammen 4.060 Hektar Land bewirtschaften – ein Rückgang um 13 Prozent bei der Anzahl der Baumschulen seit 2021 und eine Verringerung der gesamten Anbaufläche um 15 Prozent.

Der Landkreis Ammerland bleibt das Zentrum des niedersächsischen Baumschulhandels. Hier sind 43 Prozent aller Betriebe des Bundeslandes ansässig, und die Region umfasst mehr als die Hälfte der gesamten Baumschulfläche Niedersachsens. Allein im Ammerland werden auf 1.336 Hektar Ziergehölze und Bäume kultiviert.

Den größten Anteil der Produktion machen Ziergehölze aus, die 50 Prozent der Anbaufläche einnehmen. Forst- und Heckenpflanzen beanspruchen mit 18 Prozent einen deutlich geringeren Teil. Edelreis-Kulturen wie Rosen nehmen landesweit 100 Hektar ein, wobei ein Drittel dieser Fläche auf den Landkreis Cloppenburg entfällt. Trotz des allgemeinen Rückgangs gibt es auch Wachstumsbereiche: Die Flächen unter hohen, begehbaren Schutzabdeckungen sind seit 2021 um 15 Prozent gewachsen – ein Zeichen für veränderte Anbaumethoden.

Die aktuellen Zahlen zeigen eine schrumpfende Branche in Niedersachsen. Weniger Betriebe bewirtschaften weniger Land, doch einige Regionen und spezialisierte Anbauverfahren passen sich an. Zierpflanzen bleiben der Schwerpunkt des Sektors, auch wenn die Gesamtproduktionsfläche zurückgeht.