Niedersachsen erlaubt das Erschießen freilaufender Katzen – Tierschützer empört
Mila VoigtNiedersachsen erlaubt das Erschießen freilaufender Katzen – Tierschützer empört
Niedersachsens Agrarministerium veröffentlicht umstrittenes Positionspapier zu Jagdregeln
Das Agrarministerium von Niedersachsen hat ein neues Positionspapier zu Jagdvorschriften veröffentlicht, das bei Tierschutzorganisationen für Aufsehen sorgt. Das Dokument enthält mehrere umstrittene Maßnahmen, darunter die Erlaubnis, freilaufende Katzen zu erschießen, sowie den Einsatz tödlicher Fallen gegen Steinmarder in städtischen Gebieten. Kritiker werfen der Regierung vor, den Tierschutz damit zu schwächen statt zu stärken.
Laut dem endgültigen Papier dürfen Jäger Katzen erlegen, die sich mindestens 350 Meter vom nächsten Gebäude entfernen. Diese Regelung stößt bei Tierschützern auf scharfe Kritik, darunter bei Dieter Ruhnke, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen des Deutschen Tierschutzbundes, der die Vorschriften als unzureichend verurteilte.
Die neuen Bestimmungen treten wie geplant in Kraft, wobei die Jagdmethoden nur begrenzt eingeschränkt werden. Katzen, Steinmarder und Nutrias bleiben unter bestimmten Bedingungen von tödlichen Maßnahmen betroffen. Tierschutzverbände fordern weiterhin strengere Reformen, doch die aktuelle Fassung des Papiers bleibt unverändert gültig.