24 May 2026, 16:21

Niedersachsen entdeckt heiße Schätze: Neue Karten zeigen Top-Standorte für Tiefengeothermie

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Niedersachsen entdeckt heiße Schätze: Neue Karten zeigen Top-Standorte für Tiefengeothermie

Der Niedersächsische Geothermiedienst (NGD) hat eine neue Kartenserie veröffentlicht, die die besten Gebiete für die Gewinnung von tiefer Geothermie ausweist. Das Projekt soll den Energiewandel in der Region vorantreiben, indem es bisher ungenutzte unterirdische Wärmequellen identifiziert. Die Nachfrage nach solchen Daten steigt bei Kommunen, Energieunternehmen und Industriekunden in ganz Niedersachsen.

Die Karten basieren auf Daten aus über 1.100 Tiefbohrungen, die größtenteils bei früheren Kohlenwasserstoff-Erkundungen niedergebracht wurden. Diese Aufzeichnungen helfen, Gesteinsschichten zu bewerten, die über 200 Millionen Jahre alt sind – insbesondere die Exter-Formation aus dem Keuper. Diese geologische Schicht kann bis zu 2.600 Meter tief reichen, wo die Temperaturen oft über 100 Grad Celsius liegen.

Bei tiefen geothermischen Systemen wird heißes Wasser durch Bohrlöcher gefördert, die Wärme entzogen und das abgekühlte Wasser anschließend wieder in den Untergrund geleitet. Die meisten bestehenden Geothermiebohrungen in Deutschland reichen zwischen 2.000 und 3.500 Meter in die Tiefe – deutlich unter der 400-Meter-Grenze, ab der von Tiefengeothermie gesprochen wird. Trotz des beträchtlichen Potenzials in Norddeutschland haben hohe Bohrkosten und Explorationsrisiken die Entwicklung bisher gebremst.

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Die neue Kartenserie des NGD steht nun Gemeinden, Planern und Unternehmen zur Verfügung und bietet ein praktisches Werkzeug, um geeignete Geothermiestandorte effizient zu lokalisieren. Weitere Informationen zur Geothermie finden sich auf der Website des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Die Karten unterstreichen das Potenzial Niedersachsens, Geothermie als Teil seiner Erneuerbaren-Strategie auszubauen. Durch die Verringerung von Unsicherheiten bei der Standortwahl könnte das Projekt Hürden für künftige Bohrungen abbauen. Die tiefen Wärmevorkommen der Region könnten bald eine größere Rolle in der lokalen Energieversorgung spielen.

Quelle