Niedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
Leni SchröderNiedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den Internationalen Frauentag zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären. Das Bundesland hat derzeit mit nur zehn Feiertagen die wenigsten in ganz Deutschland. Befürworter argumentieren, dass diese Änderung die Gleichberechtigung der Geschlechter fördern und die Debatte über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben vorantreiben würde.
2024 startete ein Bündnis aus DGB, Ver.di und dem Landesfrauenrat eine Petition für den neuen Feiertag. Diese sammelte über 5.000 Unterschriften, woraufhin sich der Petitionsausschuss mit dem Vorschlag befasste. Nun prüft das Innenministerium den Antrag.
Ver.di verweist auf Studien, die zeigen, dass die Einführung zusätzlicher Feiertage in der Vergangenheit keine wirtschaftlichen Nachteile mit sich brachte. Wirtschaftsverbände äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher Kosten. Damit der Vorschlag vorankommt, muss eine Fraktion im Landtag ihn offiziell einbringen. Unterstützer planen, sich mit Abgeordneten auszutauschen und an der nächsten Plenarsitzung teilzunehmen, um für die Annahme zu werben.
Bei Erfolg würde der 8. März in Niedersachsen zum offiziellen Feiertag – und die Zahl der gesetzlichen Feiertage im Land auf elf steigen. Die Entscheidung hängt von weiteren politischen Diskussionen und der formellen Einreichung des Antrags ab.
