Nicole Razavi wird neue Verkehrsministerin in Baden-Württemberg und löst Winfried Hermann ab
Mila VoigtNicole Razavi wird neue Verkehrsministerin in Baden-Württemberg und löst Winfried Hermann ab
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat Nicole Razavi zur neuen Verkehrsministerin ernannt. Die Berufung erfolgt im Zuge des Rückzugs von Winfried Hermann, der seit 2011 die Verkehrspolitik des Landes geprägt hat. Während seiner Amtszeit wurden der Ausbau des Schienennetzes, die Förderung von Radwegen und die Errichtung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge maßgeblich vorangetrieben. Als eine der Schlüsselfiguren der verkehrspolitischen Wende hinterlässt Hermann ein Erbe des Infrastrukturausbaus.
Nicole Razavi übernimmt das Amt nach fast zwei Jahrzehnten im Landtag. Sie hatte sich in der Vergangenheit für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ausgesprochen, dessen Umsetzung sie nun verantworten wird. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger hat Razavi die bisherigen Verkehrsstrategien der Grünen-SPD-Koalition offen kritisiert – ein Zeichen für mögliche Kurskorrekturen in der künftigen Politik.
Die neue Koalition aus Grünen und CDU markiert eine politische Neuausrichtung. Razavis Wechsel vom Bauministerium ins Verkehrsressort unterstreicht den Willen der Regierung, Infrastrukturprojekte mit den unterschiedlichen Prioritäten der Koalitionspartner in Einklang zu bringen.
Mit Razavi übernimmt eine Politikerin das Verkehrsministerium, die für einen frischen Ansatz in der baden-württembergischen Verkehrspolitik steht. Sie folgt auf Hermann, dessen Pensionierung eine 15-jährige Ära grüner Mobilitätsreformen beendet. In den kommenden Jahren wird ihre Führung prägend sein – nicht zuletzt für Großprojekte wie Stuttgart 21.






