Neue Zollregeln ab Juli: So teuer wird Ihr Online-Einkauf aus Drittländern
Emilia NeumannNeue Zollregeln ab Juli: So teuer wird Ihr Online-Einkauf aus Drittländern
Ab dem 1. Juli gelten neue Zollregeln für den Online-Handel. Für Sendungen aus Drittländern mit einem Warenwert unter 150 Euro wird eine Pauschalgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie fällig. Weitere Änderungen folgen 2026 und 2028 – mit Auswirkungen auf Preise und Verbraucherrechte.
Ab dem 1. Juli müssen Käufer für Bestellungen unter 150 Euro aus Ländern außerhalb der EU pro Produktkategorie eine Zollgebühr von 3 Euro zahlen. Diese Gebühr kommt zur bestehenden Einfuhrumsatzsteuer hinzu – ein Handyhülle für 7 Euro könnte so am Ende fast 20 Euro kosten. Die Zollverwaltung stellt einen Online-Rechner bereit, mit dem sich die zusätzlichen Kosten abschätzen lassen.
Weitere Änderungen stehen bevor: Ab dem 1. November 2026 wird eine weitere Zollabgabe für Sendungen unter 150 Euro eingeführt, deren genaue Höhe die Europäische Kommission noch festlegen muss. Bis 2028 werden dann alle Sendungen – unabhängig vom Wert – ab dem ersten Euro mit Zöllen belegt.
Innerhalb der EU bleibt das Einkaufen unkompliziert: Für die meisten Waren fallen keine zusätzlichen Steuern oder Abgaben an. Ausnahmen bilden Kaffee, Alkohol, Tabak und verwandte Ersatzprodukte. Beim Kauf bei Händlern außerhalb der EU gibt es jedoch Risiken. Rücksendungen, Rückerstattungen und Garantieansprüche könnten schwieriger durchzusetzen sein, und manche Versanddienstleister verlangen möglicherweise zusätzliche Servicegebühren für die Zollabwicklung. Verbraucher sollten vor der Bestellung bei unbekannten Händlern die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen prüfen.
Die neuen Regelungen werden Online-Einkäufe aus Drittländern teurer machen. Käufer sollten sich auf höhere Preise und mögliche Komplikationen bei Rücksendungen einstellen. Wer Gebühren und Bedingungen vorab überprüft, kann unangenehme Überraschungen vermeiden.






