21 April 2026, 00:23

Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende an – Proteste und Blockaden begleiten Demonstration

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, mit Kameras in der Hand, vor einem Gebäude und einem klaren Himmel.

Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende an – Proteste und Blockaden begleiten Demonstration

Tausende versammelten sich am Samstag in München zur sechsten jährlichen Marsch für das Leben-Demonstration. Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 7.000 Menschen teil, während die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 4.500 schätzte. Die Organisatoren und Demonstranten forderten strengere Schutzmaßnahmen gegen Abtreibungen und warben für eine "Kultur des Lebens".

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Die Kundgebung begann mit Reden der Veranstalter, darunter Silja Fichtner, Vorsitzende von Stimme der Ungeborenen. Sie betonte die Mission der Gruppe, sich für den "uneingeschränkten Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod" einzusetzen. Mehrere römisch-katholische Bischöfe, darunter Mathias von Gersdorff, unterstützten die Demonstration öffentlich. Auffällig war jedoch das Fehlen von Grußworten seitens Heiner Wilmers, des Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz, sowie von Reinhard Kardinal Marx, des Münchner Erzbischofs.

Rund 1.500 Gegenprotestierende versammelten sich in der Nähe und wandten sich gegen die Botschaft des Marsches. An einer Stelle blockierte eine Gruppe von Demonstranten eine Straße, wodurch der Zug für etwa 45 Minuten zum Stehen kam. Trotz der Unterbrechung verlief die Veranstaltung wie geplant weiter.

Der Münchner Marsch für das Leben reiht sich in eine Serie ähnlicher Kundgebungen in ganz Deutschland ein. Die nächsten Demonstrationen sind für den 19. September angesetzt, mit Veranstaltungen in Berlin und Köln.

Die Münchner Demonstration endete mit einer Bestätigung der Organisatoren, ihre Haltung zu Abtreibungsbeschränkungen beizubehalten. Die Polizei meldete keine größeren Zwischenfälle abgesehen von der vorübergehenden Blockade. Künftige Märsche in anderen Städten sollen die Kampagne der Gruppe für rechtliche und kulturelle Veränderungen fortsetzen.

Quelle