München setzt auf Flusswasser-Wärmepumpe für 45.000 Haushalte bis 2031
Emma BeckerMünchen setzt auf Flusswasser-Wärmepumpe für 45.000 Haushalte bis 2031
In der Nähe der Marienbrücke soll eine neue Wärmepumpenanlage entstehen, die Flusswasser nutzt. Der Standort wurde wegen des direkten Zugangs zum Fluss und der bestehenden Fernwärmenetze ausgewählt. Das Projekt zielt darauf ab, tausende Haushalte nachhaltig mit Wärme zu versorgen.
Die Anlage wird dem Fluss Wärme entziehen und diese in das Fernwärmenetz einspeisen. Dabei werden etwa 2,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde entnommen und mit einer um etwa drei Grad niedrigeren Temperatur zurückgeführt. Dennoch bleibt die Gesamtwassertemperatur des Flusses davon unberührt.
Da Flusstemperaturen das ganze Jahr über relativ konstant bleiben, können solche Wärmepumpen fast durchgehend betrieben werden. Die Anlage soll jährlich rund 300.000 Megawattstunden Wärme erzeugen – genug, um bis zu 45.000 Haushalte zu versorgen.
Die Baukosten werden auf etwa 92 Millionen Euro geschätzt. Bei planmäßigem Verlauf könnte die Anlage ab 2031 in Betrieb gehen. Ähnliche Projekte laufen bereits in Städten wie Köln und Bamberg.
Die neue Wärmepumpe wird einen erheblichen Teil der lokalen Wärmeversorgung decken. Dank ihrer Konzeption sind die Auswirkungen auf das Flussökosystem minimal. Das Vorhaben steht für einen wachsenden Trend, Flusswasser-Wärmepumpen für die städtische Wärmeversorgung zu nutzen.






