Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom: Dreimal mehr Fertigstellungen als 2024
Emilia NeumannMönchengladbachs Wohnungsbau-Boom: Dreimal mehr Fertigstellungen als 2024
Mönchengladbach verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau. Die Stadt genehmigte deutlich mehr Baugenehmigungen und vollendete fast dreimal so viele Wohnungen wie im Vorjahr. Verantwortliche führen das Wachstum auf gezielte Maßnahmen und eine erhöhte Förderung des sozialen Wohnungsbaus zurück.
Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohneinheiten stieg 2025 um 73,6 Prozent. Dieser Anstieg folgt auf die „Wohnungsbauinitiative“ der Stadt, die 2023 mit rund 43 Millionen Euro Eigenkapital für das städtische Wohnungsunternehmen gestartet wurde.
Die Bauquote in Mönchengladbach erreichte 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner – ein Anstieg gegenüber 9,8 im Jahr 2024. Dieser Wert liegt 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 19,8. Zudem wurden 2025 insgesamt 758 Wohnungen fertiggestellt, fast dreimal so viele wie im Vorjahr.
Eine zentrale Rolle spielte die Förderung des sozialen Wohnungsbaus. 2024 nutzte die Stadt 274 Prozent des vorgesehenen Budgets – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur 5 Prozent im Jahr 2021. Für 2025 flossen 43,2 Millionen Euro an Subventionen in 218 Wohneinheiten, fast so viele wie im Rekordjahr 2024.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs betonte die Wirkung der strategischen Planung. Unterdessen sank die Bautätigkeit in ganz Nordrhein-Westfalen um 9,4 Prozent, mit nur 37.185 fertiggestellten Wohnungen – der niedrigste Stand seit 14 Jahren.
Mönchengladbachs Wohnungsbauoffensive hebt sich damit deutlich vom landesweiten Trend ab. Durch höhere Genehmigungszahlen, schnellere Fertigstellungsraten und ausgeweitete Fördermittel hat die Stadt ihr Wohnungsangebot spürbar gesteigert. Die Ergebnisse spiegeln sowohl politische Weichenstellungen als auch verstärkte Investitionen in den kommunalen Wohnungsbau wider.






