09 June 2026, 04:13

Mittelstand fühlt sich vor Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt ignoriert

BVMW-Präsident Ahlhaus: KMUs fühlen sich bei Wirtschaftsrunde im Kanzleramt übergangen

Mittelstand fühlt sich vor Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt ignoriert

Deutschlands Mittelstand schlägt vor Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt Alarm

Elf Branchenverbände, darunter der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), üben scharfe Kritik an der Bundesregierung: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) seien im Vorfeld des entscheidenden Wirtschaftsgipfels im Kanzleramt nicht einbezogen worden. Ihre zentralen Forderungen – etwa Bürokratieabbau, eine Reform der Einkommensteuer und flexiblere Arbeitsgesetze – würden weiterhin ignoriert, warnen sie.

Der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geleitete Gipfel bringt zwar Spitzenvertreter von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden zusammen, doch der Mittelstand fühlt sich ausgeschlossen – ausgerechnet bei dem, was die Verbände als das wichtigste Treffen dieser Legislaturperiode bezeichnen.

„Realitäten der kleinen Betriebe werden nicht ernst genommen“

Christoph Ahlhaus, Hauptgeschäftsführer des BVMW, wirft der Regierung vor, die Sorgen der kleineren Unternehmen zu übergehen. Bisherige Vereinbarungen hätten ihre Bedürfnisse außer Acht gelassen, so Ahlhaus – und warnt davor, diese Fehler zu wiederholen. Die Verbände betonen: Deutschlands Wirtschaft, die maßgeblich vom Mittelstand getragen wird, brauche einen offenen und praxisnahen Dialog – nicht eine Diskussion, die sie ausschließt.

Die Verärgerung wächst, während der Gipfel über anstehende Reformen berät. Doch die drängenden Themen des Mittelstands – von Steuerentlastungen bis zu flexibleren Arbeitsregelungen – fehlen bisher auf der Tagesordnung.

Forderung nach mehr Mitsprache

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Die Ausgrenzung des Mittelstands vertieft die Sorgen in der Wirtschaft. Ohne seine Stimme, so die Befürchtung, droht der Gipfel politische Weichenstellungen zu verpassen, die kleine und mittlere Betriebe direkt betreffen. Die Verbände fordern nun eine stärkere Einbindung in die wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesse.

Quelle