Mieterbund fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig werden
Mila VoigtMieterbund fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig werden
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat die Regierungskoalition aufgefordert, die Mietregeln zu reformieren. Axel Gedaschko kritisierte das aktuelle System, das einkommensschwache Mieter ungerecht belaste. Stattdessen plädierte er für einkommensabhängige Beteiligungen an den Modernisierungskosten anstelle einer gleichmäßigen Aufteilung auf alle Parteien.
Nach geltendem Recht können Vermieter die Modernisierungskosten gleichmäßig auf die Mieter umlegen. Gedaschko argumentierte, dieser Ansatz ignoriere die finanziellen Unterschiede zwischen den Haushalten. Als Beispiel führte er den Fall einer alleinerziehenden Mutter an, die als Krankenschwester arbeite und bereits 4,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zahle.
Gedaschko schlug ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen größeren Anteil der Kosten tragen. Er betonte, dass das Einkommen darüber entscheiden sollte, wie viel jeder Mieter beisteuert. Der Mieterbund-Chef warnte, dass Verzögerungen sozial schwache Mieter mit unbezahlbaren Nebenkosten zurücklassen würden.
Die Reforminitiative zielt darauf ab, die Belastung für einkommensschwache Haushalte während Sanierungen zu verringern. Gedaschkos Vorschlag würde die finanzielle Last stärker auf wohlhabendere Mieter verlagern. Die Koalition hat sich bisher noch nicht zu dem dringenden Appell geäußert.






