04 February 2026, 20:38

Messerangriff in Wolfenbüttel: 26-Jähriger muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten

Ein altes Foto einer Frau, die auf dem Boden liegt und ein Buch mit dem Titel "Cross Cut Cigarettes" liest, umgeben von Bäumen, Hügeln und einem Gebäude im Hintergrund.

Messerangriff in Wolfenbüttel: 26-Jähriger muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten

Vor dem Landgericht Braunschweig muss sich heute ein 26-jähriger Mann wegen eines brutalen Messerangriffs in einer Obdachlosenunterkunft in Wolfenbüttel verantworten. Bei dem Vorfall am 13. August 2025 erlitt ein Bewohner durch einen Streit um Zigaretten lebensbedrohliche Halsverletzungen, nachdem die Auseinandersetzung in eine Messerattacke eskaliert war.

Der Angriff ereignete sich während eines Streits zwischen den beiden Männern in der Unterkunft. Augenzeugen berichteten, der Angeklagte habe ein Messer gezogen und das Opfer mehrfach erstochen, bevor er flüchtete. Rettungskräfte trafen kurz darauf ein und brachten den Verletzten eilends ins Krankenhaus, wo er wegen schwerer Wunden behandelt wurde.

Dem Angeklagten werden nun versuchter Totschlag und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Der Prozess beginnt mit zwei weiteren Verhandlungsterminen, die bereits auf den 5. und 13. Februar angesetzt sind. Offizielle bundesweite Statistiken zu ähnlichen Vorfällen in Obdachlosenunterkünften für das Jahr 2025 liegen noch nicht vor, da die jährliche Kriminalstatistik in der Regel erst später vom Bundeskriminalamt (BKA) erfasst und veröffentlicht wird.

In den kommenden Wochen wird das Gericht Beweismaterial und Zeugenaussagen prüfen, um über den Ausgang des Verfahrens zu entscheiden. Das Opfer, das den Angriff überlebte, erholt sich weiterhin von den bei der Auseinandersetzung erlittenen Verletzungen. Über den aktuellen Aufenthaltsort oder die anwaltliche Vertretung des Angeklagten wurden keine weiteren Details bekannt.