19 April 2026, 02:16

Merz löst mit Andeutung zur Mehrwertsteuer-Erhöhung politische Empörung aus

Demonstranten halten ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Laternenmasten, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Merz löst mit Andeutung zur Mehrwertsteuer-Erhöhung politische Empörung aus

Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seiner Weigerung, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auszuschließen, während der Regierungsbefragung am Mittwoch eine Debatte ausgelöst. Zwar betonte er die Notwendigkeit, die finanzielle Belastung für Bürger und Unternehmen zu verringern – doch der bloße Hinweis auf eine mögliche Steuererhöhung stieß bei politischen Führungskräften in ganz Deutschland auf scharfe Kritik.

Im Parlament räumte Merz ein, dass der derzeit ermäßigte Mehrwertsteuersatz sogar noch weiter gesenkt werden könnte. Seine Weigerung, eine mögliche Anhebung kategorisch auszuschließen, zog jedoch sofort Widerspruch aus den eigenen Reihen und darüber hinaus nach sich.

Mario Voigt, Thüringens CDU-Ministerpräsident, argumentierte, eine höhere Mehrwertsteuer würde den Alltag der Menschen zusätzlich erschweren. Sein CDU-Kollege Michael Kretschmer, sächsischer Ministerpräsident, ging noch weiter und bezeichnete eine Erhöhung als "genau das Gegenteil von dem, was wir jetzt brauchen".

Auch aus der Opposition kam klare Ablehnung. Manuela Schwesig, SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, erklärte, ein solcher Schritt "dürfe unter keinen Umständen" erfolgen. Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für das Berliner Regierungsbürgermeisteramt, warnte, eine Mehrwertsteuererhöhung würde einkommensschwache und mittlere Haushalte treffen – statt sie zu entlasten.

Trotz der massiven Kritik bekräftigte Merz, die Regierung konzentriere sich weiterhin darauf, die finanzielle Belastung für Bürger und Unternehmen zu verringern.

Die Äußerungen des Kanzlers lassen die Tür für künftige Änderungen der Mehrwertsteuer offen, auch wenn bisher keine konkreten Pläne vorliegen. Angesichts des wachsenden Widerstands aus Koalition und Opposition dürfte jede Entscheidung zu Steueranpassungen jedoch auf erhebliche Vorbehalte stoßen.

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