05 February 2026, 00:45

Lüneburg plant einzigartige Kooperation für landwirtschaftliche Ausbildung

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung einer Farmszene mit Tieren, Häusern, einem Zaun, Hügeln und Pflanzen.

Lüneburg plant einzigartige Kooperation für landwirtschaftliche Ausbildung

Die Stadt Lüneburg benötigt landwirtschaftliche Flächen in der Nähe der Berufsbildenden Schulen III (BBS III) für zwei große Vorhaben: den Ausbau des Johanneum-Gymnasiums und den Neubau einer Feuerwehrwache. Dieser Bedarf hat Diskussionen über eine mögliche Verlegung von Teilen der praktischen Ausbildung der Berufsschule ausgelöst. Der Landkreis prüft nun eine mögliche Kooperation mit dem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem, um eine Lösung zu finden.

Die BBS III in Reppenhagen ist der zentrale Standort für die landwirtschaftliche und pferdewirtschaftliche Ausbildung im Landkreis Lüneburg. Zu den Einrichtungen gehören Betriebe, Pferdeställe und Übungsflächen sowie weitere Praxisstandorte wie das Hofgut Reppenhagen (ein Bio-Betrieb) und das Pferdezucht- und Ausbildungszentrum Neetze (mit Schwerpunkt auf Pferdezucht und Reiten). Der Verlust angrenzender Flächen würde diese Abläufe erheblich beeinträchtigen.

Die Kreisverwaltung hat bereits Gespräche mit dem LBZ Echem über eine engere Zusammenarbeit aufgenommen. Im Rahmen der geplanten Partnerschaft könnten beide Einrichtungen Labore, Werkstätten und Tierhaltungsbereiche gemeinsam nutzen. Zudem wären gemeinsame Lehrgänge denkbar, was zu einem stärker vernetzten Ausbildungskonzept führen würde.

Das LBZ Echem plant bereits einen Neubau, für den die Finanzierung gesichert ist. Dies bietet die Chance, den Standort zu erweitern und möglicherweise Räume für die BBS III sowie gemeinsame Nutzflächen einzurichten. Die Berufsschule steht dem Vorhaben positiv gegenüber und wird ein Ausbildungskonzept entwickeln, sobald die Planung konkreter wird. Eine solche Kooperation wäre bundesweit einzigartig.

Die genauen Kosten für einen möglichen Außenstandort werden im Laufe der weiteren Planung ermittelt. Beide Seiten arbeiten derzeit an konkreten Vorschlägen, um die Partnerschaft umsetzbar zu machen.

Sollte die Zusammenarbeit zwischen der BBS III und dem LBZ Echem gelingen, würde sie bundesweit Maßstäbe setzen. Die gemeinsame Nutzung von Einrichtungen und die Einführung gemeinsamer Ausbildungsprogramme könnten die praktische Ausbildung von Landwirtschaftsschülern langfristig sichern. Detaillierte Pläne und Finanzierungsbedarfe sollen in den kommenden Monaten finalisiert werden.