Lufttaxi Europa meldet Insolvenz – Flugbetrieb sofort eingestellt
Lufttaxi Europa stellt Flugbetrieb ein – Insolvenzverfahren eröffnet
Die Fluggesellschaft Air Taxi Europa hat nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht Braunschweig alle Flugaktivitäten eingestellt. Das Unternehmen, das sich auf spontane Frachtflüge für Industriekunden spezialisiert hatte, geriet durch rückläufige Buchungen und steigende Kosten in finanzielle Schwierigkeiten. Von der Schließung sind neun Mitarbeiter betroffen.
Dem Insolvenzantrag ging ein drastischer Nachfrageeinbruch bei den Frachtdienstleistungen des Unternehmens voraus. Die anhaltende Krise in der deutschen Automobilbranche verschärfte die Situation zusätzlich, während gleichzeitig die Wartungskosten stiegen. Trotz Umstrukturierungsversuchen und der Suche nach neuen Investoren gelang es dem Unternehmen nicht, sich zu erholen.
Air Taxi Europa betrieb vier Frachtflugzeuge des Typs Cessna F406, die vor allem industrielle Kunden bedienten. Das Gericht in Braunschweig bestellte den Rechtsanwalt Christoph Suding zum Insolvenzverwalter, der das Verfahren nun begleiten wird. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 30. Januar anmelden. Der Verwalter wird die schriftlichen Ansprüche bis zum 27. Februar prüfen. Weitere Fristen oder spezifische Regelungen für die Meldung von Schuldverschreibungen wurden bisher nicht bekannt gegeben.
Mit der Insolvenz endet die Tätigkeit von Air Taxi Europa endgültig – die neun Beschäftigten verlieren ihre Arbeitsplätze. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen nun die Begleichung der Schulden und die Verwertung des Unternehmensvermögens. Das weitere Vorgehen hängt von den eingereichten Forderungen und der Prüfung durch den Verwalter ab.