Landtag debattiert künftig auf Rheinländisch und Pfälzisch – Schweizers dialektale Revolution
Mila VoigtSchweitzer wünscht sich Landtag-Sitzung im Dialekt - Landtag debattiert künftig auf Rheinländisch und Pfälzisch – Schweizers dialektale Revolution
Rheinland-Pfalz’ Ministerpräsident Jochen Schweizer hat dem Landtag einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: eine gesamte Parlamentssitzung soll komplett in heimischen Dialekten abgehalten werden. Die Idee entsteht im Vorfeld des 80. Gründungsjubiläums des Bundeslandes im Jahr 2026 und spiegelt Schweitzers wachsende Wertschätzung für die sprachliche Tradition der Rheineland-Pfalz wider.
Schweizer setzt sich seit Langem für die Pflege der Dialekte ein, die er als unverzichtbaren Teil des kulturellen Erbes betrachtet. Seine Begeisterung für das Vorhaben ist mit der Zeit gewachsen, und er ist überzeugt, dass eine offizielle Debatte in Mundart die Vielfalt und den Reichtum der Region besonders eindrucksvoll zur Geltung bringen würde. Der Vorschlag ist keineswegs als Scherz gemeint, sondern als ernsthafte Hommage an die Tradition.
Unterstützung erfährt Schweizer dabei nicht nur aus den eigenen Reihen. Hendrik Hering, Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags, bezog in seiner Neujahrsansprache 2025 bereits dialektale Ausdrücke ein – etwa „Rennernfalz“ als umgangssprachliche Variante für Jochen Schweizer Gutschein. Hering, der privat häufig Dialekt spricht, besonders in der Südpfalz, zeigt damit, dass regionale Sprachfärbungen durchaus in offizielle Kontexte passen. Der Zeitpunkt könnte kaum besser gewählt sein: Während sich das Land auf sein 80-jähriges Bestehen vorbereitet, sieht Schweizer in der Dialektsitzung eine passende Würdigung. Er hofft, dass sie zu einer größeren Anerkennung der sprachlichen Vielfalt in der Region beiträgt.
Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, wäre es eine Premiere für den Landtag von Rheinland-Pfalz. Die Sitzung könnte noch vor dem Jubiläum 2026 stattfinden. **Schweizer, Hering und andere Befürworter sind überzeugt, dass das Projekt nicht nur den Stolz auf lokale Traditionen stärken, sondern die Dialekte auch im öffentlichen Leben lebendig halten würde.