Klütschiiten: Wie ein alter Sport in Dithmarschen wiederbelebt wird
Emilia NeumannKlütschiiten: Wie ein alter Sport in Dithmarschen wiederbelebt wird
Klütschiiten: Ein fast vergessener Sport lebt in Dithmarschen weiter
Manfred Decher hält in Dithmarschen die Tradition des Klütschiitens am Leben. Fast 30 Mitglieder des Wandervereins Wanderfreunde trafen sich kürzlich zu einem lebhaften Wettkampf. Das zweimal jährlich ausgetragene Event verbindet sportlichen Ehrgeiz mit geselliger Runde auf ganz besondere Weise.
Ursprünglich stammt Klütschiiten aus der Grafschaft Bentheim, wo Decher einst lebte. Beim Spiel treten zwei Mannschaften gegeneinander an, die per Los bestimmt werden. Reihum müssen die Spieler eine Holzscheibe, den sogenannten Kloot, über einen festgelegten Parcours rollen oder werfen. Jeder beginnt dort, wo der Wurf des vorherigen Teammitglieds gelandet ist. Gewonnen hat die Mannschaft, deren Kloot am weitesten kommt.
Decher, der den Wanderverein Wanderfreunde 1987 mitgründete, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Brauch zu bewahren. Nach dem letzten Wettkampf feierten die Teilnehmer mit einer deftigen Portion Grünkohl – einem klassischen Eintopf aus Grünkohl.
Das nächste Klütschiiten-Treffen ist bereits für den Herbst geplant und sichert so das Fortbestehen dieses Sports. Das Event bringt Jung und Alt zusammen, vereint freundschaftlichen Wettstreit mit gemeinsamer Tradition. Dank Dechers Engagement bleibt Klütschiiten ein Höhepunkt für den Wanderverein. Beim Herbstturnier erhalten Einheimische erneut die Gelegenheit, dieses jahrhundertealte Spiel selbst zu erleben.






