Klimaökonomin zerpflückt Ampel-Heizungsgesetz: "Klimaziele werden systematisch untergraben"
Emilia NeumannKlimaökonomin zerpflückt Ampel-Heizungsgesetz: "Klimaziele werden systematisch untergraben"
Die Kritik am Entwurf des Heizungsgesetzes der deutschen Ampelkoalition wird immer lauter. Die Klimaökonomin Claudia Banaszak warnt vor schweren Folgen und behauptet, die geplanten Reformen würden die Klimaziele untergraben und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weit über das Jahr 2045 hinaus verlängern.
Banaszak argumentiert, der Gesetzentwurf sehe kein Verbot fossiler Energieträger nach 2045 vor und lasse damit weiterhin die Nutzung von Öl und Gas zu. Dies bezeichnete sie als direkte Verlängerung der Geschäftsmodelle der Fossilkonzerne für die kommenden Jahrzehnte.
Laut der Ökonomin schafft der Plan Unsicherheit in der Wärmeplanung und Infrastrukturentwicklung. Statt klarer Vorgaben drohten neue Abhängigkeiten von importierten fossilen Brennstoffen – ein Widerspruch zu Deutschlands Zielen der Energieunabhängigkeit.
Zudem wirft Banaszak der Koalition vor, die technologische Führungsrolle des Landes aufzugeben. Die Reformen würden die Umlagen erhöhen und die Klimaneutralität bis 2045 deutlich erschweren, so ihre Kritik.
Ihre schärfste Warnung richtet sich an die SPD. Sollte auch nur ein SPD-Abgeordneter für den Entwurf stimmen, wäre dies ein schwerer Schlag für die Klimaglaubwürdigkeit der Partei, betont Banaszak.
Der Gesetzentwurf stößt bei der Ökonomin auf vehementen Widerstand. Ohne strengere Verbote fossiler Energien riskierten die Reformen ihrer Ansicht nach langfristige ökologische und wirtschaftliche Schäden – und gefährdeten damit Deutschlands Klimaverpflichtungen.






