23 April 2026, 14:29

Kim de l'Horizons Kein Körper passt feiert bewegende Bühnenpremiere in Berlin

Eine Sammlung von illustrierten Porträts von Männern mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, Haarstilen und offensichtlichen Altersstufen, betitelt mit "Unsere Künstler - Vergangenheit und Gegenwart."

Kim de l'Horizons Kein Körper passt feiert bewegende Bühnenpremiere in Berlin

Bahnbrechende Bühnenadaption von Kim de l'Horizons preisgekröntem Roman Kein Körper passt in Berlin uraufgeführt

In Berlin hat die vielbeachtete Theaterfassung von Kim de l'Horizons gefeiertem Roman Kein Körper passt Premiere gefeiert. Das Stück, dessen erste Vorstellung im Vaganten Bühne in Charlottenburg ausverkauft war, lotet anhand einer zutiefst persönlichen Erzählung die Themen geschlechterfluide Identität und vererbtes Trauma aus.

Im Mittelpunkt steht Kim, eine Erzählerin, deren Körper sich binären Zuordnungen entzieht und jenseits von Grenzen existiert. Ihre Suche nach dem Selbst führt sie zurück zu den Spuren ihrer mütterlichen Ahnenreihe, wobei sie Schichten historischen Leids freilegt, das über Generationen weitergegeben wurde. Diese Reise handelt nicht nur von Identität, sondern auch davon, das Schweigen über transgenerationelle Schmerzen zu brechen – ein Erbe, mit dem frühere Generationen haderten.

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Auf der Bühne wird Kim von drei Schauspieler:innen verkörpert: Julian Trostorf, Annemie Twardawa und Emma Zeisberger. Ihr Spiel verbindet Kims geschlechterfluide Erfahrungen mit Momenten der Zuflucht, etwa dem Gefühl von Geborgenheit unter einer Blutbuche, die ihr Urgroßvater einst pflanzte. Die 90-minütige Adaption bleibt dem rohen, introspektiven Ton des Originalromans treu.

Kim de l'Horizons Debüt Kein Körper passt sorgte 2022 für Furore, als es sowohl mit dem Deutschen Buchpreis als auch dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde. Die Bühnenfassung bringt nun seine kraftvollen Themen zum Leben und fordert das Publikum auf, sich mit Fragen von Zugehörigkeit, Geschichte und der Flüssigkeit des Daseins auseinanderzusetzen.

Die ausverkaufte Premiere zeigt großes Interesse an der Auseinandersetzung mit Identität und vererbtem Leid. Indem die Inszenierung lang verschwiegenen Erfahrungen eine Stimme verleiht, erweitert sie die Wirkung von de l'Horizons gefeiertem Roman. Der Erfolg der Adaption deutet auf eine wachsende Nachfrage nach Geschichten hin, die sich sowohl persönlichen als auch kollektiven Traumata stellen.

Quelle