16 March 2026, 16:19

Katholische Kirche verliert 2025 tausende Mitglieder in Niedersachsen und Bremen

Ein Buch mit Bildern und Texten zur Geschichte der Katholischen Kirche, einschließlich Bildern ihrer Räume, Korridore und konservierter Artefakte.

Katholische Kirche verliert weiterhin Mitglieder - Katholische Kirche verliert 2025 tausende Mitglieder in Niedersachsen und Bremen

Immer weniger Menschen bleiben in der katholischen Kirche Deutschlands – das zeigen aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2025. Allein in Bremen und Niedersachsen haben im vergangenen Jahr fast 19.000 offiziell ihren Austritt erklärt. Dieser Trend bestätigt einen langfristigen Mitgliederschwund im gesamten Land, der sich seit dem Jahr 2000 deutlich beschleunigt hat.

Im Offizialatsbezirk Oldenburg sank die Zahl der Katholiken 2025 auf 230.623, ein weiterer Rückgang gegenüber den Vorjahren. Dort wurden 3.157 Austritte verzeichnet. Im benachbarten Bistum Osnabrück verringerte sich die katholische Gemeinschaft auf 486.449 Gläubige, nachdem 6.702 Menschen die Kirche verlassen hatten. Ähnlich entwickelte sich die Situation im Bistum Hildesheim, das das Jahr mit 493.186 Mitgliedern abschloss – 8.843 waren ausgetreten.

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In Bremen zählte man 2025 nur noch 55.809 Katholiken. In ganz Niedersachsen bekannten sich zwar noch rund 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben, doch der allgemeine Rückgang ist unübersehbar. Bundesweit ist die Zahl der Kirchenmitglieder von etwa 26,5 Millionen im Jahr 2000 auf rund 18,6 Millionen bis 2023 gesunken.

Fachleute nennen mehrere Gründe für den anhaltenden Schwund. Die fortschreitende Säkularisierung habe vor allem bei jüngeren Generationen die Bindung an die Religion gelockert. Der Missbrauchsskandal in der Kirche habe viele zusätzlich vertrieben. Zudem trügen steigende Kirchenaustrittsgebühren und eine veränderte Haltung gegenüber organisierter Religion zum Rückgang bei.

Die neuesten Zahlen bestätigen den anhaltenden Abwärtstrend der katholischen Kirche. Mit Tausenden Austritten pro Jahr sehen sich die Bistümer in Niedersachsen und Bremen mit schrumpfenden Gemeinden konfrontiert. Der Wandel passt zu den größeren Veränderungen in der deutschen Gesellschaft, in der sich immer weniger Menschen mit traditionellen religiösen Institutionen identifizieren.

Quelle