07 May 2026, 06:14

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und überraschendem Führungswechsel

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit blauer Schrift, die "Versorgungsmanagement" lautet, und schwarzer Schrift "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter Schrift.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und überraschendem Führungswechsel

Jungheinrich meldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal

Der Staplerhersteller Jungheinrich verzeichnete einen starken Einbruch der Gewinne im ersten Quartal – das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang fällt in eine Phase zunehmenden Wettbewerbsdrucks und eines kürzlichen Streiks im Werk Lüneburg. Gleichzeitig hat das Unternehmen einen unerwarteten Wechsel in der Führungsetage: Finanzvorständin Heike Wulff verlässt das Unternehmen früher als geplant.

Das in Hamburg ansässige Unternehmen führte die schwache finanzielle Entwicklung auf schwierige Marktbedingungen zurück. Ein längerer Arbeitskampf am Produktionsstandort Lüneburg belastete die Geschäfte zusätzlich und fraß tief in die Gewinne. Auch der Börsenwert litt – seit Ende 2025 ist die Marktkapitalisierung um fast 30 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro geschrumpft.

Heike Wulff, die Anfang 2026 in den Vorstand eingetreten war, sollte eigentlich bis Mai 2027 im Amt bleiben. Doch eine einvernehmliche Lösung mit dem Aufsichtsrat beschleunigte ihren Abschied. Vorstandschef Lars Brzoska übernimmt nun kommissarisch die Finanzressorts, während nach einer dauerhaften Nachfolge gesucht wird.

Die Familie des Unternehmensgründers Friedrich Jungheinrich hält weiterhin die Mehrheit am Unternehmen. Seine beiden Töchter und deren Familien besitzen jeweils 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien – das entspricht 53 Prozent der Anteile. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden öffentlich im MDAX gehandelt.

Mit einem halbierten EBIT und einem Führungswechsel steht Jungheinrich vor herausfordernden Monaten. Das Unternehmen muss nun die Geschäfte stabilisieren und gleichzeitig eine neue Finanzchefin oder einen neuen Finanzchef finden. Die Gründerfamilie bleibt mit der Mehrheit der Stimmrechte der dominierende Aktionär.

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