Jüdischer Student verklagt FU Berlin wegen mangelnden Schutzes vor Antisemitismus

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Ein Schwarz-Weiß-Bild von protestierenden Menschen, die Plakate halten, mit einem Einkaufszentrum im Hintergrund.

Prozess gegen Universität - Verhandlung wird fortgesetzt - Jüdischer Student verklagt FU Berlin wegen mangelnden Schutzes vor Antisemitismus

Ein jüdischer Student der Freien Universität Berlin (FU Berlin) hat rechtliche Schritte gegen die Hochschule eingeleitet. Lahav Shapira wirft der Universität vor, ihn und andere jüdische Studierende nicht ausreichend vor antisemitischer Diskriminierung geschützt zu haben. Der Fall folgt auf einen angeblichen Übergriff auf Shapira im Februar 2024 in Berlin, den er als antisemitisch motiviert einstuft.

Im Mittelpunkt der Klage steht Shapiras Vorwurf, die FU Berlin habe gegen das Berliner Hochschulgesetz verstoßen. Dieses schreibt Universitäten vor, Diskriminierung auf dem Campus aktiv zu verhindern. Shapira argumentiert, seine Grundrechte seien durch ein feindseliges Umfeld für jüdische Studierende in Berlin verletzt worden.

Die vorsitzende Richterin erkannte Shapiras Bedenken in der ersten Verhandlung an. Das Gericht wird nun prüfen, ob die Universität ausreichende Schutzmaßnahmen ergriffen hat. Die mündliche Verhandlung soll am 26. Februar 2026 in Berlin fortgesetzt werden. Die FU Berlin weist die Vorwürfe zurück und verweist auf ihre bestehende Antidiskriminierungspolitik, eine zuständige Anlaufstelle für solche Fälle sowie eine offizielle Charta gegen Vorurteile. Shapiras Anwälte halten diese Maßnahmen jedoch für unzureichend umgesetzt. Gegen keine Einzelperson wird Anklage erhoben – die Klage richtet sich direkt gegen die Universität als Institution. Das Urteil könnte präzedenzwirkend für den Umgang deutscher Hochschulen mit Diskriminierungsvorwürfen in Zukunft sein.

Die Gerichtsentscheidung wird darüber bestimmen, ob die FU Berlin ihren Schutz für jüdische Studierende in Berlin verstärken muss. Falls das Urteil zugunsten Shapiras ausfällt, könnte die Universität unter rechtlichen Druck geraten, strengere Antidiskriminierungsrichtlinien durchzusetzen. Die nächste Verhandlung im Februar 2026 in Berlin wird entscheidend sein, um die Beweise und Argumente beider Seiten zu bewerten.

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