Jagdunfall bei Beckeln: Schuss trifft Spaziergängerin statt Wildtier
Mila VoigtJagdunfall bei Beckeln: Schuss trifft Spaziergängerin statt Wildtier
Schwerverletzte Frau bei Jagdunfall in der Nähe von Beckeln
Am 7. Januar wurde eine 58-jährige Frau in einem Waldgebiet bei Beckeln im Landkreis Oldenburg bei einem Jagdunfall schwer verletzt. Ein 35-jähriger Jäger, der sich auf einem erhöhten Hochsitz befand, feuerte demnach auf ein vermeintliches Wildtier – doch die Kugel traf stattdessen eine Frau, die mit ihrer Familie im Schnee spazieren ging.
Die Behörden haben den Namen des Schützen nicht veröffentlicht, bestätigten jedoch, dass gegen ihn ermittelt wird. Die Verletzte, eine 58-jährige Anwohnerin, erlitt eine schwere Oberschenkelverletzung. Die Polizei untersucht nun die Umstände, die zur Verwechslung und schließlich zum Schuss führten. Es handelt sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art in der Region innerhalb weniger Wochen. Erst kürzlich war ein 77-jähriger Jäger in die Schlagzeilen geraten, nachdem er Wanderer unter Wildtier-Verdacht beschossen hatte. Beide Zwischenfälle werfen Fragen zur Sicherheit während der Jagdzeit in Niedersachsen auf.
Die verletzte Frau wird weiterhin medizinisch wegen ihrer Beinverletzung behandelt. Die Ermittler sammeln weiter Beweise, insbesondere zu den Handlungen des Jägers und den Gegebenheiten zum Zeitpunkt des Vorfalls. Anhand der Ergebnisse wird entschieden, ob Anklage gegen den 35-jährigen Beschuldigten erhoben wird.