17 June 2026, 16:21

Italos Fernverkehrspläne sorgen für Aufruhr bei Bahn und Politik

Gewerkschaft: Italo-Züge könnten Städte vom Fernverkehr abkoppeln

Italos Fernverkehrspläne sorgen für Aufruhr bei Bahn und Politik

Ab 2028 wird Italo, ein Tochterunternehmen der EVN, Fernverkehrszüge in Deutschland einsetzen. Das Unternehmen plant, auf wichtigen Strecken zu verkehren, darunter München–Frankfurt–Köln–Dortmund sowie München–Berlin–Hamburg. Der Schritt löst Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf bestehende Bahnverbindungen aus.

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Die Ankündigung hat in der Branche Alarm ausgelöst. Michael Peterson, bei der Deutschen Bahn zuständig für den Fernverkehr, warnte, dass bis zu 120 Bahnhöfe ihre ICE- und IC-Anbindungen verlieren könnten. Mindestens 16 Städte müssen mit eingeschränkten Verbindungen rechnen, falls Italo Kapazitäten auf stark frequentierten Strecken sichert.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter wies auf die Belastung der Schieneninfrastruktur hin. Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), kritisierte Italo dafür, möglicherweise nur die lukrativsten Strecken „rosinenpickend“ zu bedienen. Die Gewerkschaft warnte zudem, dass Regionalverbindungen dadurch gekürzt werden könnten.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, forderte die Politik auf, klarere Wettbewerbsregeln festzulegen. Sie betonte, wie wichtig ein fairer Zugang zu den Gleisen sei, um Störungen im bestehenden Angebot zu vermeiden.

Italos Markteintritt könnte den Fernverkehr in Deutschland grundlegend verändern. Die geplanten Strecken sind zwar beliebt, doch der Wandel könnte für viele Bahnhöfe mit weniger Verbindungen einhergehen. Behörden und Gewerkschaften drängen auf Regelungen, die Wettbewerb und bestehende Netze in Einklang bringen.

Quelle