Innenminister debattieren nach DFB-Pokal-Chaos über strengere Stadionregeln
Leni SchröderInnenminister debattieren nach DFB-Pokal-Chaos über strengere Stadionregeln
Stadionsicherheit prägt die kommende Innenministerkonferenz in Hamburg
Die anstehende Konferenz der Innenminister in Hamburg wird sich vor allem mit der Sicherheit in Stadien befassen. Anlass ist der jüngste Vorfall beim DFB-Pokalfinale, bei dem Pyrotechnik den Spielbetrieb unterbrach. Nun drängen Beamte auf strengere Maßnahmen, um künftige Zwischenfälle zu verhindern.
Beim Finale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart führte Rauch von Pyrotechnik zu einer längeren Spielunterbrechung. Trotz der Störung ließ Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie fortsetzen – Bayern gewann schließlich mit 3:0. Nordrhein-Westfalens 73-jähriger Innenminister Herbert Reul kritisierte diese Entscheidung scharf und erklärte, er sei „fassungslos“, dass das Spiel nicht abgebrochen wurde.
Reul setzt sich seit Langem für eine konsequentere Durchsetzung des Pyrotechnik-Verbots ein. Sein Argument: Die Vereine müssten ihre Kontrollen verbessern, um solche Vorfälle zu verhindern. Bereits auf der letzten Konferenz in Bremen hatten die Minister über Fan-Gewalt und Proteste diskutiert, sich aber nicht auf Maßnahmen wie personalisierte Tickets, flächendeckende Ausweiskontrollen oder KI-Überwachung einigen können.
Ein Entwurf für die Hamburger Konferenz stößt nun auf Kritik, da er keine konkreten Schritte vorsieht. Wie der Spiegel berichtet, enthält das Dokument keinen klaren Plan zur Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen. Die Konferenz in Hamburg soll nun diese Lücken schließen. Vereine und Behörden stehen unter Druck, zu handeln, bevor es zu weiteren Störungen kommt. Die Debatte, wie sich Sicherheit und Fansrechte in Einklang bringen lassen, bleibt indes ungelöst.






