Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Emilia NeumannImmer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Weniger Minijobber steigen in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis um als in den Vorjahren. 2017 schafften noch über 100.000 den Wechsel – doch bis 2022 ging diese Zahl deutlich zurück. Nun diskutieren Politiker und Behörden über die Gründe für diesen Rückgang.
Im Jahr 2017 fanden 102.084 Minijobber eine sozialversicherungspflichtige Stelle. Im selben Jahr gelang 27,1 Prozent der Bezieher von aufstockenden Sozialleistungen der Übergang in eine reguläre Beschäftigung. Bis September 2022 sank dieser Anteil jedoch auf nur noch 18,6 Prozent.
Die Bundesagentur für Arbeit nannte schwache Arbeitsmarktbedingungen als zentralen Faktor. Hülya Düber, CSU-Bundestagsabgeordnete, argumentierte, das System biete zu wenig Anreize für Arbeitnehmer, den Schritt zu wagen. Jan Feser von der AfD kritisierte hingegen die Agentur, sie gehe die Arbeitslosigkeit nicht wirksam genug an.
Die Prognosen für 2022 deuten darauf hin, dass bis Jahresende lediglich rund 67.775 Minijobber in ein reguläres Arbeitsverhältnis wechseln werden – weniger als die Hälfte der Zahl von vor fünf Jahren.
Der Rückgang der Übergänge von Minijobs in festangestellte Tätigkeiten spiegelt die größeren Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wider. Da bis September 2022 weniger als 51.000 diesen Schritt vollzogen, geraten sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch die politischen Anreize zunehmend in den Fokus. Der Trend zeigt: Für Arbeitssuchende bleibt der Weg in ein stabiles Beschäftigungsverhältnis schwierig.






