04 April 2026, 08:15

Hessen fordert härteren Migrationskurs: Abschiebungen nach Syrien per Schiff geplant

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien, auf der Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt angezeigt werden, begleitet von Text und Grafiken.

Hessen fordert härteren Migrationskurs: Abschiebungen nach Syrien per Schiff geplant

Hessens Innenminister Roman Poseck hat die Bundesregierung aufgefordert, ihren strengen Kurs in der syrischen Migrationspolitik beizubehalten. Er plädiert dafür, freiwillige Ausreisen stärker zu fördern als Abschiebungen. Gleichzeitig betont er, dass die Drohung mit Abschiebungen unverzichtbar sei, um mehr Menschen zur freiwilligen Rückkehr zu bewegen.

Posecks Äußerungen fallen in eine Phase, in der Behörden neue Methoden für Rückführungen prüfen – darunter auch die Nutzung von Schiffen statt Flugzeugen für Transfers nach Syrien.

Der CDU-Politiker macht deutlich, dass Syrien neben Afghanistan ein zentraler Schwerpunkt der Migrationskontrolle bleiben müsse. Abschiebungen bezeichnet er als "notwendigen Hebel", um freiwillige Rückkehren zu fördern. Ohne diesen Druck, so seine Argumentation, würden weniger Menschen Deutschland aus eigenem Antrieb verlassen.

Sicherheitsbehörden untersuchen derzeit die Möglichkeit, Schiffe für Abschiebungen einzusetzen. Die Begründung ist pragmatisch: Schiffe können größere Gruppen transportieren, und die syrische Mittelmeerküste bietet eine realistische Route für solche Operationen. Dieser Methodenwechsel folgt jüngsten Rückführungsmaßnahmen, bei denen bis Anfang 2026 mehrere hundert Syrer abgeschoben wurden. Die genauen Zahlen bleiben unklar – Regierungsangaben weichen von denen von Menschenrechtsorganisationen ab. Gleichzeitig bleiben freiwillige Rückkehren auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Posecks Haltung spiegelt einen breiteren Trend wider, die Migrationskontrollen konsequent beizubehalten. Zwar bevorzugt er freiwillige Ausreisen, doch die Option zwangsweise Rückführungen müsse erhalten bleiben, um das System wirksam zu gestalten.

Die Debatte über Abschiebemethoden hält an, während Deutschland seine Migrationspolitik anpasst. Posecks Position unterstreicht den Fokus der Regierung auf Syrien – nun rücken auch Schiffe als Möglichkeit für groß angelegte Transfers in den Blick. Das Gleichgewicht zwischen freiwilligen Rückkehren und Zwangsabschiebungen wird entscheiden, wie sich diese Maßnahmen in den kommenden Monaten entwickeln.

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Exakte Zahlen zu Abschiebungen und Rückkehren bleiben umstritten, doch die politische Stoßrichtung scheint auf einen weiterhin strengen Kurs festgelegt.

Quelle